HANGMAN – THE KILLING GAME

„HANGMAN – THE KILLING GAME“ von Johnny Martin (USA 2016/2017; B: Michael Caissie; Charles Huttinger; K: Larry Blanford; M: Frederik Wiedmann; 98 Minuten; deutsche Heimkino-VÖ: 5.4.2018); AL PACINO, 76 zur Drehzeit, unvergessen seine brillanten Auftritte  in 3 x „Der Pate“ von Francis Ford Coppola (1972; 1974; 1990), hat als Film- und Bühnenschauspieler alles erreicht. Hat alle bedeutenden Preise abgeräumt. Der „Oscar“-Preisträger („Der Duft der Frauen“/1993) stellt sich deshalb schon seit Jahren talentiertem Nachwuchs für ihre Independent-Filme zur Verfügung; so zuletzt bei den Produktionen „Der letzte Akt“ (s. Heimkino-KRITIK) und „Mr. Collins‘ zweiter Frühling“ (s. Heimkino-KRITIK); allerdings mit unterschiedlichem Erfolg.

JOHNNY MARTIN, Kalifornier des Jahrgangs 1963, ist seit 18 Jahren im amerikanischen Film- und Fernsehgeschäft tätig. Als Stuntman, Produzent und  auch als Regisseur für Genre-Filme (zuletzt: „Vengeance: A Love Story“ mit Nicolas Cage). In „Hangman“ setzt er die beiden Alpha-Kerle Al Pacino & Karl Urban („The Loft“/2014) in spannende Bewegung, gleichrangig unterstützt durch die interessante Brittany Snow als investigative Journalistin von der „New York Times“, die – von „ganz oben“ genehmigt – mit-ermitteln darf. In einem Serienmörder-Fall, wo der Killer seine Taten nach den Motiven eines Kinderratespiels ausübt. Pacino spielt Ray Archer, einen Polizisten im Ruhestand, der von seinem ehemaligen Kollegen Will Ruiney (Karl Urban) zurückgeholt wird, um bei diesen komplizierten Ermittlungen zu helfen. Dabei stößt Archer auf Ereignisse, die in Zusammenhang mit einem seiner früheren Fälle stehen. So dass er sich plötzlich selbst auch attackiert sieht.

Ein spannender, atmosphärischer Routine-Krimi. Mit hochkarätigem Personal, überraschenden Wendungen, als clevere Genre-Unterhaltung. Wobei es natürlich einen Heidenspaß bereitet, wieder einmal auf den Hero AL PACINO (mit seiner vorzüglichen deutschen Bariton-Stimme: Frank Glaubrecht) zu treffen, der alleine schon das Bild zur Hälfte alleine füllt: der Rest ist solides Coolness. „Hangman“ ist purer Stoff für das heimische Spät-Kino (= 3 1/2 PÖNIs).

Anbieter: „Concorde Home Entertainment“.