GRINGO

„GRINGO“ von Nash Edgerton (USA/Australien 2016; B: Anthony Tambakis; Matthew Stone; K: Eduard Grau; M: Christophe Beck; 110 Minuten); die darstellerische Promi-Riege ist beeindruckend, immerhin: DAVID OYELOWO („Selma“); Charlize Theron (neulich: „Atomic Blonde“); der Regisseur-Bruder Joel Edgerton („Loving“); Amanda Seyfried („Mamma Mia!“); Thandie Newton („Westworld“); das filmische Erlebnis aber hält sich – nach rasantem Anfangs-Start – dann enorm in Unterhaltungsgrenzen. Es geht, natürlich, um Money. Um einen riesigen Millionen Schotter Dollars. Dabei im Spiel: Zwei betrügerische Pharma-Obere, eine taffe Sexy-Lady (Theron) und ihr cooler Partner (Joel Edgerton), die mit Marihuana-Pillen das große Geschäft machen wollen; ein naiver schwarzer Angestellter, den sie zu verarschen beabsichtigen, der aber mehr Glück als Verstand besitzt und sich immer wieder aus bedrohlichen persönlichen Miseren winden kann; andere, weitgehend leblose nichtssagende Gestalten & Figuren, die wenig zum Sinn oder Spaß beizutragen verstehen (darunter erschreckend lasch: Amanda Seyfried). Mal ist Amiland der Austragungsort einer dick auftragenden Krimi-Klischee-Show, dann Mexiko. Wo „Das Kartell“ natürlich dann auch herb-mörderisch mitmischt. Mal blicken wir auf Action-Krawall, mal auf alberne Bumsereien, mal auf überkandidelte Gag-Bemühungen. Während der gute Harold (David Oyelowo) meistens gar nicht weiß, was um ihn herum und wie ihm geschieht. Er zeigt sich ein bisschen zu dusslig für einen Vermeintlich-dann-doch-Cleveren.

„Gringo“ ist kaum mehr als ein lahmer Krimi-Budenzauber, in dem übrigens auch kurz und nebenbei die soeben (am 3. April) 20 Jahre jung gewordene Michael Jackson-Tochter Paris Jackson als laszive Nelly auftaucht und kaum Schaden anrichtet (= 1 1/2 PÖNIs).