DIE HÜTTE – EIN WOCHENENDE MIT GOTT

„DIE HÜTTE – EIN WOCHENENDE MIT GOTT“ von Stuart Hazeldine (USA 2015; B: John Fusco, Andrew Lanham, Destin Daniel Cretton; nach dem gleich. Roman von William P. Young/2007; K: Declan Quinn; M: Aaron Zigman; 133 Minuten); das ist schön – jetzt finden wir es bestätigt, der liebe Gott  heißt „Papa“ und ist eine gutmütige afroamerikanische Frau mittleren Jahrgangs (OCTAVIA SPENCER/gerade in „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“ so grandios), die mit dem Hippie-ähnlichen Sohn Jesus (AVRAHAM AVIV ALUSH/aus Israel) und der attraktiven asiatischen Heiligen Geist-Frau Sarayu (SUMIRE/aus Japan) inmitten einer paradiesischen Waldhütte als Wohltätigkeits-WG zusammenlebt. Um dort „Einen“ wie Mackenzie „Mack“ Phillips (SAM WORTHINGTON) zu bekehren. Also wieder Lebens-fit zu machen. Denn  Mack ist depressiv und vom Da-Sein angewidert, seit seine kleine Tochter Missy im Camping-Urlaub entführt und von einem Serienmörder umgebracht wurde. Als er einen mysteriösen Zettel in seinem Briefkasten vorfindet, auf den „Papa“ ihn bittet, in genau DIE Hütte zurückzukehren, wo vor vier Jahren das blutverschmierte Kleid seiner Tochter gefunden wurde, glaubt er an einen bösen Scherz. Und fährt dennoch dort hin. Eben sich noch in eiskalter, tiefer Schnee-Winterlandschaft aufhaltend, strahlt und wärmt „nebenan“, in der „anderen Region“, im Garten Eden, die Sonne. Sorgt für eine tolle Garten-Blüten-Stimmung. Mittendrin: die drei Bekehrer. Wobei sich Gott auch schon mal kurz in einen älteren Herrn verwandelt (GRAHAM GREENE). Aber egal: Die Heils-Kur läuft. Und dabei wird auch gleich Macks Kindheits-Trauma um den brutalen Alkoholiker-Daddy, den er vergiftete, wohlwollend abgehandelt.

Was soll den DAS? Langweiliges Religions-Gedöns als Bekenner-Arie, penetrant kitschig, gegenüber interessanten kritischen Fragen -„Wieso das viele irdische Leid(en)?“ – läppisch babbelnd: „Wenn du wüsstest“. Mit einer frohlockenden Heile-Welt-Botschaft, die unangenehm aufstößt. Nur das gemeinsame Laufen „auf Wasser“ von Jesus & Mack ist ganz nett. DPA meldet: „Ein Hochglanz-Gott für strenggläubige Amerikaner“; ich glaube, das trifft es präzise (= 1 PÖNI; für das Wasser-Laufen).