VATERLAND

 

PÖNIs: (5/5)

„VATERLAND“ von PAWEL PAWLIKOWSKI (Co-B + R; Polen/D/Italien/Fr 2025; Co-B: Henk Handloegten; K: Lukasz Zal; M: Marcin Masecki; 82 Minuten; deutscher Kino-Start: 03.09.2026).  – Der Film lief im Mai 2026 im Hauptwettbewerb der Filmfestspiele von Cannes und gewann dort den Preis für die „Beste Regie“. –

Ein Drama in Schwarzweiß-Bildern. Es stellt den deutschen Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Thomas Mann und seine Tochter Erika, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin, in den Mittelpunkt. Gemeinsam kehren sie ins Nachkriegsdeutschland zurück. Wir befinden uns im Juli und August 1949. Der Sohn Klaus Mann (AUGUST DIEHL) hat Erikas Einladung mitzukommen kurz zuvor abgelehnt. Erika und Thomas treffen in Westdeutschland zu einer Pressekonferenz ein, bei der Erika als Übersetzerin ihres Vaters fungiert.

Die Hauptrollen spielen HANNS ZISCHLER (Thomas Mann) und SANDRA HÜLLER (Erika Mann). Mehr als 15 Jahre hat Thomas Mann im Exil verbracht. Im von den Westalliierten besetzten Frankfurt am Main und im sowjetisch besetzten Weimar erhält er den Goethepreis und soll Reden zum 200. Geburtstag des Dichters halten.

Synopsis: Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung vom größten aller Erzähler. Zwischen euphorischen Wagner-Erben und literarisch versierten Generälen wird Deutschlands wichtigster Literat hofiert und manchmal auch beschimpft, während das Geschehen seiner eigenen Familie leise eskaliert. Es ist das erste Mal seit dem Krieg, dass Thomas Mann in sein Heimatland zurückkommt, aus dem er einst ins Exil geflohen war. Einer Reise in die verwundete deutsche Seele, die heilen soll  – sie wird für Erika und den Zauberer, wie seine Kinder Thomas Mann oft nannten, zu einer Reise ins Innerste.

Nach dem „Oscar“-prämierten „IDA“ und dem vielfach ausgezeichneten Geschehen „Cold War – Der Breitengrad der Liebe“ (= „Beste Regie“ in Cannes; fünf „Europäische Filmpreise“, darunter für den „Besten Film“) erzählt Pawel Pawlikowski mit packenden Kinobildern eine faszinierende deutsche Familiengeschichte im Tumult der Nachkriegszeit. Mit beeindruckender Unerbittlichkeit überblendet „VATERLAND“ den Nullpunkt der deutschen Geschichte mit dem Finale einer Familiensaga. Eine intensive filmische Erfahrung, getragen von einem brillanten Ensemble   (= 5 PÖNIs).

 

 

 

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