THE RULE OF JENNY PEN

PÖNIs: (4/5)

HORROR-DRAMA.   Titel = „THE RULE OF JENNY PEN“ von James Ashcroft (Co-B + Executive-Produzent + R; USA 2023; Co-B: Eli Kent; nach der gleichnamigen Kurzgeschichte von Owen Marshall; K: Matt Henley; M: John Gibson; 104 Minuten; deutscher HEIMKINO-Start: 26.3.2026).

DAVE CREALY mit seiner Grausamkeit, dem Mobbing und der Macht“!

Da ist dieser Richter. Stefan Mortensen (GEOFFREY RUSH). Wirkend wie ein störrischer Fiesling. Jedenfalls gerade, wo er im Gerichtssaal sichtlich „dampft“, also schwitzend, einen unangenehmen Prozess führt. Lenkt. Leitet. Man spürt als Zuseher, wie er sich unwohl fühlt. Und die Frage lautet, was ist los, beziehungsweise: was passiert hier wohl gleich. Und dann ist es auch bald soweit. Mit der Spannung. Denn: Dave Crealy (JOHN LITHGOW) tritt auf. In Positur. Mit ganzer Körpermasse. In diesem Pflegeheim. Wo ER mit seiner Puppe „spielt“. Den Anführer gibt: „Wer herrscht?“ Was dem Richter Stefan, der auch ständig mies gelaunt ist, überhaupt nicht gefällt. Zumal er ja kürzlich erst einen Schlaganfall erlitten hat. Also angewiesen ist auf Pflegehilfe.

Verdammt nochmal, was ist denn HIER LOS? Und warum streift denn diese wunderschöne Katze dauernd durch die Räumlichkeiten?

Während wir, Betrachter, zugleich auch diesen lauten Fernsehton im Raum misstrauisch mitbekommen: „WENN DICH ETWAS BELASTET, SCHMEISS ES WEG!“.

Wie bitte?

Es wird geprügelt, behelligt, beleidigt. Genüsslich massakriert.

Was ist denn HIER los? In dieser Stätte, wo alte Menschen, die teilweise bewegungsunfähig sind, darauf setzen, bald entlassen zu werden. Also wenigstens einige. Dies hoffen.

Stoppen wir den moralischen Zerfall. Und widmen uns dem kinematografischen Gesamt-Geschehen. Als da seien: „Oscar“-Preisträger GEOFFREY RUSH („Shine – Der Weg ins Licht“/1983) und zweifacher „Oscar“-Kandidat JOHN LITHGOW („Garp und wie er die Welt sah“/1982) liefern sich ein sowohl psychisch als auch physisch äußerst schmerz- und boshaftes Duell für die Ewigkeit. Dave ist, wie bereits genannt, ein eiskalter Irrer. Genüsslich versetzt er seine Mitbewohner mithilfe seiner „verrückten“/gemeingefährlichen Handpuppe Jenny Pen in Panik. Er tyrannisiert sie, die Mitbewohner, misshandelt und erniedrigt sie, bevor er  …, aber das sollte/muss man sehen – keine weitere Erklärungen. Jedenfalls – als Richter Stefan hier einzieht, glaubt Dave auch bei ihm leichtes Drama-Spiel ausüben zu können. Doch STEFAN erweist sich längst nicht so wehrlos wie sein gelähmter Körper es suggeriert. Zwischen den Beiden entbrennt ein nervenzerreißender Psychokrieg, der schnell eskaliert und das (amerikanische) Pflegeheim in eine ganz eigene Art von Hölle verwandelt. Und das Personal? Ahnt nichts davon. Obwohl beziehungsweise schließlich: befinden wir uns doch eigentlich in einem humanen (amerikanischen) Seniorenheim, WO EIN TYP MENSCH die Mitbewohner unter tyrannischer Herrschaft stellt und genüsslich schwer misshandelt.

Motto eben: „Wer herrscht hier wirklich/tatsächlich/wahrheitsgemäß?  Der Horrorautor Stephen King bezeichnete das Jenny-Werk, diesen filmischen Osterschmaus, als „einen der besten Filme, die ich dieses Jahr gesehen habe“. Da ist was dran  (= 4 PÖNIs).

Teilen mit: