PÖNIs: (4/5)
ZAUBER. Ein Poem. Titel = „THE LOVE THAT REMAINS“ von Hlynur Pálmason (B + R + Kamera /Drama: Island/Dänemark/Fr/Schweden 2024; M: Harry Hunt; 109 Minuten; deutscher Kino-Start: 18.06.2026). „The Love That Remains“ wurde im Vorjahr in Cannes uraufgeführt und überzeugte dort sowohl die internationale Filmkritik als auch das Publikum mit seinem verspielen Minimalismus und dieser atemberaubenden Schönheit der isländischen Natur. Außerdem wurde in Cannes die HÜNDIN PANDA mit dem PALM DOG AWARD als BESTER FILMHUND ausgezeichnet. (Für den Autoren-Regisseur und Kameramann war es bereits der dritte Film, der in Cannes seine Premiere feierte.)
Gemeinsam mit ihren drei Kindern und dem Familienhund „PANDA“ führen das Paar Anna und Magnús ein unaufgeregtes Leben an der weiten Küste Islands. Magnús, der von allen nur Maggi genannt wird, ist als Hochseefischer oft tagelang auf dem Meer, während Anna auf ihren Durchbruch als Künstlerin hofft. Dazwischen wandern sie mit den Kindern in den Bergen, stechen Fische auf den Seen, laufen Schlittschuh, schießen Bogen, sammeln Heidelbeeren oder beobachten Wildpferde und Wale. Dabei haben sich Anna und Maggi schon vor einer ganzen Weile getrennt. Doch irgendwie schaffen es die beiden nicht, auch ihre Leben voneinander zu trennen. Ist es nur der Kinder wegen oder ist das vielleicht noch eine Form von Liebe und Zusammenhalt, was geblieben ist? Jedenfalls ist die vielfältige Schönheit der isländischen Natur hier nicht bloße Kulisse, sondern auch Spiegel der Figuren, die rau und sanft, warm und kalt, lustig und ernst sein dürfen.
Mit gewitztem Einfallsreichtum und in Bildern immenser Sinnlichkeit erzählt, ist dies-hier ein beeindruckender Film, der die Seele durchatmen lässt und noch lange im Gedächtnis bleibt (wunderbar= 4 PÖNIs).
