STIRB LANGSAM

STIRB LANGSAM“ von John McTiernan (USA 1988; B: Jeb Stuart; Steven E. de Souza; nach dem Roman „Nothing Last Forever“ von Roderick Thorp/1979; K: Jan de Bont; M: Michael Kamen; 131 Minuten; Start D: 10.11.1988); ist ein Thriller-Klassiker. Thema: Überfall am Heiligabend in Los Angeles auf einen ultramodernen Wolkenkratzeinesjapanischen Großkonzerns.

13 schwerbewaffnete, ausgeschlafene Profi-Gangster, darunter ALAN RICKMAN als „deutscher“ Oberschurke Hans Gruber (= Jack Gruber in der deutschen Version), haben es auf millionendollarschwere Wertpapiere abgesehen. Sie überwältigen das Wachpersonal, nehmen im 30. Stock die Teilnehmer einer betrieblichen Weihnachtsfeier als Geiseln und sehen sich schon am Ziel angekommen, als ein zufällig anwesender Polizist aus New York wird nun zum großen – und einzigen – Gegenspieler. Ein gewaltiger Kampf beginnt, während sich vor dem Gebäude der örtliche Polizei-Chef wie auch die Agenten des FBI als überheblich und unfähig erweisen; nur ein Streifenpolizist kontaktet und unterstützt ihn per Walkie Talkie. Aber für die Befreiung ist John McClane (BRUCE WILLIS) letztlich ganz allein auf sich gestellt.

„Stirb langsam“ ist ein spannender, heißer Reißer. Aufgrund seiner raffinierten wie robusten Machart und des kribbelnden Timings vermag er manch Drehbuch-Fantasien einfallsreich und pfiffig auszutricksen.
BRUCE WILLIS, der im Vorjahr noch die komische (Debüt-)“Verabredung mit einer Unbekannten“ hatte, spielt diesmal einen zynischen, brutalen Einzelfighter, der nie seinen schwarzen Humor und sein Gerechtigkeitsgefühl verliert. Insoweit unterscheidet sich “Stirb langsam“ von vielen anderen blindwütigen Helden-Attacken im Kino.
„Die Hard“, so der Originaltitel, ist konsequent-hart und top-spannend erzählt, vorzüglich inszeniert und zählt zu den Genre-BESTEN Action-Thriller der Achtziger Jahre (= 4 1/2 PÖNIs).