
PÖNIs: (2/5)
TYPISCH-DEUTSCHISCH. Titel = „SOMMER AUF ASPHALT“ von Simon Ostermann (D 2025; B: Brix Vinzent Koethe; frei nach dem Roman „Pedalpilot Doppel Zwo“ von Wolf Schmid; K: Johannes Greisle; M: Linda-Philomène Tsoungi; 92 Minuten; deutscher Kino-Start: 04.06.2026). Wenn deutsche Kinofilme starten, ist oft klar, das‘ wird ’ne typisch deutsch-trockene Angelegenheit. Mit Krankheit(en) und auch heimischen Problemen. Die Story: Les (MALA EMDE). Lebt schnell, spontan und unbeschwert. Lesen wir im Presseheft. Tagsüber rast sie als Fahrradkurierin durch die Stadt, nach Feierabend stürzt sie irgendwo mit ihren Freunden ab. Anhalten, innehalten oder sich Gedanken über Morgen, die Zukunft, machen? Nö. Nicht mit Les. Zumindest nicht, bis ihr Vater Bert (CHRISTOPH MARIA HERBST) – mit dem sie eigentlich so gut wie keinen Kontakt hat – unerwartet vor der Tür steht. Und nach einem Unfall ungefragt für seine Tochter aufs Rad steigt. Als Les dann auch noch von ihrer ungeplanten Schwangerschaft erfährt, ist sie vollends in einer neuen Realität angekommen. Um dabei auch noch den Hirntumor bei ihrem Vater Bert mit einzubinden. Abzubekommen. „Der Film versucht über die konfliktreiche Vater-Tochter-Beziehung = Generationenkonflikt, Großstadtprekarität und Krankheitsdrama miteinander zusammenzubringen. Dabei verliert er sich aber in fernsehfilmartiger Gemütlichkeit und den routinierten Schauspielmanierismen des Hauptdarstellers“ (Filmdienst). (= 2 PÖNIs).