ROYA

PÖNIs: (5/5)

GEMEINES SYSTEM. Titel = „ROYA“ von Mahnaz Mohammadi  (B + R; D/Tschechien/Luxemburg/Iran 2025; K: Ashkan Ashkani; 92 Minuten; deutscher Kino-Start: 07.05.2026). Roya, eine iranische Lehrerin, die wegen ihrer politischen Überzeugungen im Teheraner Evin-Gefängnis inhaftiert ist, steht vor einer Entscheidung: ein erzwungenes, im Fernsehen übertragenes Geständnis ablegen oder weiterhin in ihrer drei Quadratmeter kleinen Zelle verharren. Während Vergangenheit und Gegenwart zunehmend ineinander übergehen, bewegt sie sich zwischen Erinnerungen, inneren Bildern und ihrer gegenwärtigen Realität. Der Film zeigt, wie Isolation, Wahrnehmung und Identität verändert  – und wie unter diesen Bedingungen eine fragile Form von Widerstand möglich bleibt.

MAHNAZ MOHAMMADI ist eine iranische Filmemacherin und Frauenrechtsaktivistin. Mit ihrem starken Hintergrund im Dokumentarfilm hat sie sich in ihrer Arbeit seit vielen Jahren mit den Kämpfen und der Widerstandskraft von Frauen im Iran auseinandergesetzt. Für ihre Filme und ihr Engagement wurde sie wiederholt verfolgt – darunter mehrere Verhaftungen sowie eine siebenjährige Haftstrafe wegen der Vorwürfe der „Gefährdung der nationalen Sicherheit“ und der „Propaganda gegen das Regime“. Mehrere Monate verbrachte sie im Evin-Gefängnis. Obwohl das Urteil später aufgehoben wurde, lebt sie weiterhin unter erheblichen Einschränkungen. Ihr Reisepass wurde für zehn Jahre eingezogen, und nach ihrem ersten Spielfilm „Son-Mother“ (2019) erhielt sie keine Genehmigung mehr, Filme zu drehen.

„Der Film folgt einer Lehrerin, die wegen ihrer politischen Überzeugungen inhaftiert wird und erkundet menschliche Verletzlichkeit, Widerstandskraft und innere Stärke angesichts systematischer Repression unter dem autoritären Regime. „Dieser zweite Spielfilm von Mahnaz Mohammadi ist sehr persönlich, was sich auch in der optischen Ähnlichkeit zwischen der Filmemacherin und ihrer türkischen Hauptdarstellerin MELISA SÖZEN  spiegelt, die als ihr Alter Ego brilliert“ („Filmdienst“).

Das aktuelle und tief berührende Drama der iranischen Autorin-Regisseurin wurde heimlich u.a. im Iran gedreht. Mit „ROYA“ bekräftigt die Filmemacherin erneut das Kino als Akt des Widerstands und setzt dabei künstlerisch auf eine innovative Form und Bildsprache  ( =  5 PÖNIs).

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