1.) „DISCLOSURE DAY – DER TAG DER WAHRHEIT“ von STEVEN SPIELBERG (Co-B + Produktion + R; Co-B: DAVID KOEPP; K: Janusz Kaminski; M: JOHN WILLIAMS; 145 Minuten; deutscher Kino-Start: 10.06.2023). Unsere Welt ist aus den Fugen. Geraten. Und wir denken mit: Was wäre, wenn wir herausfinden, dass wir keineswegs allein auf dem Planeten herum“geistern“? Das da „Andere“ nicht unerheblich mitmischen? Also: Angenommen, jemand könnte dir das beweisen, dass WIR in Gefahr sind? Dass wir mit dem Überleben nicht mehr planvoll und vernünftig zu hantieren vermögen? Bedeutet: Wir kriegen es plötzlich mit realer Angst zu tun?
Ein IT-Sicherheitsexperte spielt eine geheimnisvolle Rolle. Daniell Kellner (JOSH O’CONNOR). Besitzt zahlreiche digitale Informationen, mit denen er die Existenz von Außerirdischen auf der Erde beweisen kann. Was ihm zum Verhängnis werden könnte. Wenn es „die Falschen“ beobachten. Zur selben Zeit entdeckt eine clevere TV-Wetteransagerin , Margaret Fairchild (EMILY BLUNT), dass sie mittenmal mehrere Fremdsprachen beherrscht und übrigens mit einem mächtigen Wissen über das Verhalten von Lebewesen ausgestattet ist. Die Jagd ist im Gange. Dabei signalisieren Aliens nicht chaotisch, sondern – wahrscheinlich – friedlich. Jedenfalls zeigen sich die politischen und gesellschaftlichen Spannungen „so“. Was passiert hier und – warum? Merkwürdige Gedanken und Gefühle irritieren die Beteiligten. Ein Kräftemessen bedroht die aufgescheuchte Menschheit.
Der 79jährige STEVEN SPIELBERG. Das Drehbuch basiert auf einer Geschichte von ihm. Verfasst wurde das Skript von DAVID KOEPP, der für Spielberg bereits die Drehbücher zu „Jurassic Park“; „Vergessene Welt: Jurassic Park; „Krieg der Welten“ sowie „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ zum Beispiel geschrieben hatte. Insgesamt haben diese Filme weltweit mehr als 3 Milliarden Dollar eingespielt.
Das neueste Spielberg-Movie ist auf verschiedenen Ebenen angelegt. Wir erleben zugleich einen spannenden Verschwörungsthriller, bewegen uns in einem Science-Fiction-Spektakel, werden mit einer amerikanischen Politparabel konfrontiert, befinden uns in einem doppelbödigen Religionsdrama. Erleben viele gescheite Dialoge, unter anderem von einem angestrengten COLIN FIRTH (als Noah Scanlon; einem charismatischen Bösewicht), der aber kaum einmal den kinematografischen Tellerrand ausgiebig auszufüllen in der Lage ist.
Die britisch-amerikanische Schauspielerin EMILY BLUNT rettet die Show. Verleiht ihrer packenden Figur eine radikale Würde. Wirkt bestimmend, ohne dabei aufdringlich zu agieren. SIE ist hier der Star. Durch SIE bleibt der Film erträglich (= 3 PÖNIs).
2.) M U S I K: Neue Klänge, urige Töne, pfiffige Western-Sänger: THE DEAD SOUTH: „In Hell I’ll Be In Good Company“
Beste Fußball-WM – Tor-Grüße,
PÖNI Pönack
