1.) MEGA-LEBEN. Titel = „MOTHER MARY“ von DAVID LOWERY (B + Produktion + R; GB/USA/D 2024; K: Andrew Droz Palermo; Rina Yang; M: Jack Antonoff; Daniel Hart; Charli xcx; 112 Minuten; deutscher Kino-Start: 21.05.2024). Mother Mary (ANNE HATHAWAY) ist ein Megastar. Ist auf der Bühne eine glamouröse, unvergleichliche Erscheinung, doch hinter den Kulissen erschöpft und einsam. Überwältigt von ihrem mit Spannung erwarteten Bühnen-Comeback sucht sie Zuflucht bei ihrer einstigen Freundin und Weggefährtin Sam (MICHAELA COEL), einer Modedesignerin, die den ikonischen Stil von Mother Mary zu Beginn ihrer Karriere geprägt hat. Ein ausgiebiger Austausch zwischen den kreativen Kräften der Designerin und ihrer Muse startet. Beide Frauen haben sich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen, getroffen; der Bruch ihrer Freundschaft sitzt tief. In ihrer persönlichen Krise bittet Mary Sam um Hilfe: Sie soll ein Outfit für ihren bevorstehenden Auftritt designen. Ein letztes Kleid für den Auftritt ihres Lebens, lautet der Auftrag. Sam hat dafür 24 Stunden Zeit. Während das neue Kostüm entsteht, kommen alte Konflikte ans Licht, lange Verschwiegenes wird offenbart; tief verborgene Wunden treten wieder an die Oberfläche. Während die Grenzen zwischen Gegenwart und schmerzlichen Erinnerungen verschwimmen, begeben sich die beiden Frauen auf eine emotionale, spannende Reise mit ungewissem Ausgang.
„Oscar“-Preisträgerin Anne Hathaway („Der Teufel trägt Prada“) und „Emmy-Gewinnerin Michaela Coel („Black Panther: Wakanda Forever“) beeindrucken in diesem intensiven Pop-Drama in den Hauptrollen. UND: Das Kostümdesign von „MOTHER MARY“ nimmt dabei einen zentralen Punkt des Films ein; der Autoren-Regisseur David Lowery gab es der in Madrid lebenden deutschen Kostümdesignerin BINA DAIGELER zur Bearbeitung. Sie liebt die Herausforderung, moderne Elemente mit mystischen Einflüssen in ihren Entwürfen zu verbinden: „Wir mussten Wege finden, die dunklen, unheimliche Stimmung aus David Lowerys Drehbuch mit dem Rosa, Gold und Glitzer einer weltberühmten Pop-Superstar-Welt zu vereinen“. UND 2: Für das finale Kleid des Films, welches die Wiedergeburt von MOTHER MARY symbolisiert, wandten sich Lowery und Daigeler an die Haute-Couture-Legende IRIS VAN HERPEN, die bereits ikonische Looks für Lady Gaga, Björk oder Tilda Swinton entworfen hat. David Lowery war begeistert: „Das Kleid, das sie für die letzte Szene entworfen hat, brachte all die Ideen und Gefühle zum Ausdruck, die der Film in sich tragen sollte – und das alles in einem einzigen Kleidungsstück“.
Was für ein besonderer, spezieller Frauen-Film! (= 4 PÖNIs).
2.) „Auf makabre Weise komisch und genüsslich provokant“ /„Die New York Times“/ „DONKEY DAYS“ von ROSANNE PEL (B + R; D/NL/GB 2024; K: Aafke Beernink; M: Ella van der Woude; 108 Minuten; deutscher Kino-Start: Anfang Juni 2026 / ab 25.06.2026). „Donkey Days“ ist eine schwarze Komödie der kleinen Fiesheiten, wie es sie nur in der Familie gibt. Hier machen sich zwei ungleiche Schwestern seit Jahrzehnten das Leben schwer, bis sie sich beim Familienfest in Schleswig-Holstein für den Kampf gegen die Endgegnerin verbünden müssen – gegen ihre lustvoll manipulative Mutter. „Laut, böse und sehr lustig“, schrieb Hannah Pilarczyk für den „Spiegel“ nach der Locarno-Weltpremiere über das deutschsprachige Debüt der niederländischen Autoren-Regisseurin ROSANNE PEL. „Donkey Days“ ist ein betörend absurder Familienfilm voller Empathie für seine komplizierten Figuren. Als lesbische Lehrerin mit SM-Schwäche gibt JIL KRAMMER ein umwerfendes Film-Debüt; SUSANNE WOLFF („Sisi & Ich“) als als überspannte Schwester und HILDEGARD SCHMAHL („In Zeiten des abnehmenden Lichts“) als unberechenbare Übermutter sind nicht minder grandios.
„DONKEY DAYS“ startet am 25. Juni im Kino; Previews laufen ab Anfang Juni im Rahmen der Queerfilmnächte. (= 4 PÖNIs).
3.) BALLA-BALLA. Titel = „IN THE GREY“ von GUY RITCHIE (B + Produktion + R; GB/USA 2023; K: Ed Wild; M: Christopher Benstead; 98 Minuten; deutscher Kino-Start: 21.05.2026). Oh je, was für ein Geballer. Von einem Action-Meister. Heißt: ES wird gigantisch geballert. Vom TEAM Maestro GUY RITCHIE („Snatch – Schweine und Diamanten“). Wer was wie wo warum, egal, Hauptsache es knallt und hämmert. Laufend. Beinahe ununterbrochen. Von wem? Wurscht. Mit automatischen Waffen und Unmengen von Sprengstoff wird hantiert. Damit wir die Karaoke–Show auch verstehen, begreifen, erklärt das Pressepapier: „Ein Team von Eliteagenten (EIza González ; JAKE GYLLENHAAL; Henry Cavill), das in Globalen Grauzogen agiert, wird auf einen skrupellosen Despoten angesetzt, der eine Milliarde Dollar hinterzogen hat. Auf einer streng bewachten Privatinsel (== die Dreharbeiten fanden im September und Oktober 2023 auf Teneriffa statt ==) entwickelt sich die trickreiche Mission, das Geld zurückzuholen, zu einem strategischen Wettrennen, bei dem jedes Schlachtmittel recht ist“.
Rabatz. Gefilterter Radau. Tote = ein Paar tausend. Warum DAS? Ansehen? Keine Ahnung. Motto: Wenn Amis dauer-B-A-L-L E R N. Brummern. So was in der Blöd-Art: (= 1 1/2 PÖNIs).
4.) GENAUSO. GEBALLEREI. WÜST. Titel = „ON THE HUNT“ von Jared Cohn (B: Chad Law; Josh Ridgway; USA 2024; K: Josh Maas; M: Yeakun Yoo; 83 Minuten; deutscher HEIMKINO-PLAION PICTURES- Start: 28.05.2026). Habe zwei Zettel. Einen mit Papier-Gekritzel, einen zweiten ebenso. Arbeiten wir also ab und verweisen zunächst auf IHN: TIL SCHWEIGER. Der schon lange keinen ARD-Tatort-Kommissar mehr gedreht hat. (Vielleicht ist er dort, Hamburg, ausgestiegen). Nun also jetzt hier. Von wegen: Mitwirkung. Allerdings fallen die langsamen Fußbewegungen von/bei ihm auf. Und herumschießen tut er auch. Mitunter. Wenn er denn nicht herum-nuschelt. Also auf Zettel Eins. Heißt es: Seine Filmfigur ist eine Nebenfigur und heißt DOX. Ist ein Arschloch. Mit üblen Helfershelfern. Eine Blondine vermisst ihre Tochter. Sie ist wohl eine eisenharte L.A.-Polizistin. Gewesen. Die ist gefährlich. Arbeitet für die Russen. Auch. Glaube ich jedenfalls gehört zu haben. Sie „übernimmt“ Rache. Um ihre entführte Tochter zu befreien. Ihr Vorgesetzter ist korrupt. Während SIE alles wegballert, was nicht mit 3 auf Bäumen ist. Ob DAS tatsächlich vorkommt, weiß ich nicht mehr. Während Olle Til-DOX auf die Lady einprügelt. Und ihr 4 x in die Brüste feuert. Doch -SIE überlebt. Wir sehen, wie quer durch die Stadt Leichen transportiert werden. Ein GENERAL wird gesucht. Doch DER stellt sich als alter Frauenfreund heraus.
Jetzt der offizielle Pressetext. Zu diesem Heimkino-Streifen: „In diesem kompromisslosen Action-Thriller überzeugt Nicky Whelan (HALL PASS) in der Hauptrolle mit physischer Präsenz und emotionaler Intensität. An ihrer Seite: TIL SCHWEIGER und mehr oder weniger Unbekannte….. Harte Nahkämpfe, authentische Action und rasante Verfolgungsjagden durch Los Angeles sorgen für kompromisslose (= wieder) Unterhaltung.
Als ihre Tochter spurlos verschwindet, erwacht in Tammy Fenton (WER WAR DAS-DIE DOCH GLEICH?) der Instinkt der Kämpferin. Die ehemalige Spezialagentin (== Ah ja) kehrt in den Jagd-Modus zurück und folgt einer blutigen Spur durch die Schattenwelt von Los Angeles, wo Menschenhändler, korrupte Beamte und brutale Vollstrecker ihre grausamen Geschäfte treiben. Unterstützt von einem alten Militärkameraden (DER GENERAL !) kämpft sie gegen ein System, das sie einst schützte – und nun ihr größter Feind ist. Im Zentrum des Syndikats steht (== meistens sitzt er aber) der eiskalte Dox (TIL SCHWEIGER), der noch eine Rechnung mit Tammy offen hat.
Alles klar? Und deutlich? Na also! (= 1/2 PÖNI).
5.) M U S I K: „ON THE ROAD AGAIN“ ist ein Song der amerikanischen Bluesrock-Gruppe CANNED HEAT. ER basiert auf älteren Blues-Songs und enthält Elemente des Psychedelic-Rock Mitte der 1960er-Jahre. „On the Road Again“ erschien erstmals im Januar 1968 auf ihrem zweiten Album „Boogie with Canned Heat“. Eine gekürzte Version wurde im April 1968 als Single herausgebracht und wurde Canned Heats erster Chart-Hit und einer ihrer bekanntesten Songs.
2024 lief bei einem Live-Parkbühne-Konzert in Leipzig wieder dieser Hit von und mit Ihnen und wurde vom Publikum begeistert aufgenommen.
Schöne Pfingsten allerseits. Mit besten Grüßen,
PÖNI Pönack
