KILL BILL: The Whole Bloody Affair

PÖNIs: (4/5)

WESTERN-LEGENDE.  Titel = „KILL BILL: The Whole Bloody Affair“ von QUENTIN TARANTINO (B + R; USA 2003/2004/2024; K: Robert Richardson; M: Robert Rodriguez; 253 Minuten; deutscher Kino-Start: 16.05.2025). Die beiden Quentin Tarantino-Kinofilme „Kill Bill: Vol. 1“ und „Kill Bill: Vol. 2“ sind Kultkinofilme. Mit „KILL BILL: THE WHOLE BLOODY AFFAIR“ ist nun erstmals d i e Fassung in die deutschen Kinos gekommen, die Tarantino ursprünglich konzipiert hatte: Beide Filme vereint zu einem einzigen 4 1/2 Stunden langen Epos  – ungekürzt mit nie zuvor gezeigten Szenen. Als besonderes Highlight wird der Film neben der digitalen Fassung auch in Deutsch, OV und OmU als analoge 70mm-Kopie (OV) gezeigt. Präsentiert wird der Film mit einer klassischen 15-minütigen Pause.

In Quentin Tarantinos Action-Western, wie ich ihn kenne und nenne, geht UMA THURMAN als namenlose Braut auf einen blutdurchtränkten Rachefeldzug. Nachdem ein brutales Attentat ihres Ex-Geliebten Bill (DAVID CARRADINE) sie ihr ungeborenes Kind gekostet und sie in ein vierjähriges Koma gestürzt hat, plant die ehemalige Auftragsmörderin nun ihre kompromisslose Vendetta – und kämpft sich Leiche für Leiche zu Bill durch. Denn der Vergeltung an ihrem Peiniger stehen die vier Mitglied des Deadly Viper Assassination Squads im Weg: Vorstadthausfrau Vernita Green (VIVICA A. FOX) und Yakuza-Chefin O-Ren Ishii (LUCY LIU), Bills Bruder Budd (MICHAEL MADSEN) und seine rechte Hand, die ruchlose Elle Driver (DARYL HANNAH).

„Kill Bill: The Whole Bloody Affair“ präsentiert Tarantinos Vision so, wie er sie immer beabsichtigt hatte. Die bereits legendäre Fassung feierte ihre Weltpremiere 2006 außer Konkurrenz bei den Filmfestspielen in Cannes  – und verschwand danach für Jahre im Tresor. Bevor sie Tarantino in die ultimativen Fassung brachte und dem Publikum nunmehr „komplett“ vorzeigt: mit dem ikonischen Kampf gegen die Crazy 88 vollständig in Farbe (statt teilweise in Schwarzweiß), einer erweiterten, siebenminütigen Anime-Sequenz und einer Pause zwischen den beiden Akten.

P.S.: Der „neue, vervollständigte Tarantino-Film feierte am 23. Mai 2004 bei den Filmfestspielen von Cannes Premiere und wurde am 27. März 2011 in Tarantinos New Beverly Cinema gezeigt. Tarantino erklärte, er habe mit der Veröffentlichung gewartet, bis er die Rechte an dem Film erworben hatte und glaubte, dass die Einladung des Publikums in sein Kino dem Film mehr Bedeutung verleihen würde. Na dann schauen wir (noch-)mal  (= 4 PÖNIs).

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