PÖNIs: (1/5)
„DIGGER“ von ALEJANDRO GONZÁLEZ INÁRRITU (Co-Produktion + B + R; USA/Mexiko/GB 2024/2025; K: Emmanuel Lubezki; M: Cosmo Sheldrake; 128 Minuten; deutscher Kino-Start: 1.10.2026).
Der Film ist nicht zu mögen. In ihm wird viel geschrien. Viel zu viel. Und wenn es dann doch mal spannend wird, in der letzten Phase, dann hat man sich schon längst von ihm verabschiedet.
Das Produktionsbudget betrug 125 Millionen Dollar.
Besetzung: Tom Cruise als Digger Rockwell / Riz Ahmed als Ganesh / John Goodman als Präsident Compson / SANDRA HÜLLER als Emma / usw.
Inhalt: Der mächtigste Mann der Welt begibt sich auf eine verzweifelte Mission, um zu beweisen dass er der Retter der Menschheit ist, bevor die von ihm ausgelöste Katastrophe alles zerstört („Wikipedia“).
WELT: Angeblich dauerte es bei den Dreharbeiten sechs Stunden, bis Tom Cruise die Schwabbelprothesen anhatte. Aber nur am Anfang. Denn Cruise ist bekannt für seinen zähnefletschenden Perfektionismus. Das muss schneller gehen, Leute, befahl er. Unmöglich, beschieden ihm die Maskenbildner. Auf dem Ohr sei er taub, so Cruise. Bald hatte er die Zeit, die es dauerte, bis er sich äußerlich vom bekannten „Mission: Impossible“-Best Ager in den schmerbäuchigen Ölmagnaten Digger Rockwell verwandelte, runter auf eine Stunde. Es wäre schön, wenn man als Zuschauer die gleiche Möglichkeit hätte, die Laufzeit von Alejandro G. Inarritus vermeintlichem Herbst-Hit „Digger“ radikal abzukürzen. Offiziell dauert der Film zwei Stunden, gefühlt eher sechs. Auf YouTube kann man Videos in zweifacher Geschwindigkeit abspielen. Im Kino geht das leider noch nicht. Dabei hätte das den weiteren Vorteil, dass das pausenlose Geschrei, das in „Digger“ auf einen einplärrt, charmant ins Teletubbige gezogen würde. Vielleicht wären dann auch ein paar Gags lustiger. Praktisch alle Figuren – konsequent aus der Froschperspektive gefilmt – brüllen permanent aus Leibeskräften, am schlimmsten John Goodman als amerikanischer Präsident und Sandra Hüller als Diggers kleine Schwester. Ein schwacher Trost ist, dass der eine bald eingefroren und die andere auf Eis gelegt wird. Hüller hat eine Klitsche für irgendwas mit Nachhaltigkeit. Die ist aber nur so lange finanzierbar, wie das Öl, das ihr Bruder einem geschundenen Planeten abpresst, munter sprudelt. Damit ist allerdings schon in den ersten Minuten Schluss, als halb Grönland in die Luft fliegt. (WELT). (= 1 PÖNI).
