PÖNIs: (4,5/5)
DIE WUNDERBARE STARKE FRAU. Titel = „DIE REICHSTE FRAU DER WELT“ von Thierry Klifa (Co-B + R; Belgien/Fr 2024; Co-B: Cédric Anger; Jacques Fieschi; K: Hichame Alaouie; M: Alex Beaupain; 121 Minuten; deutscher Kino-Start: 23.04.2026). In der Realität spielte sich DAS zwar anders ab, aber „so“, so wie jetzt, ist es auch stark gefällig. Der vornehmliche Grund: ISABELLE HUPPERT. SIE ist Die, die hier alles, also das Meiste, lenkt. Führt. Bestimmt. „Ihre Geschichte“ basiert auf wahren Begebenheiten, informiert ein Insert am Anfang, „und streckenweise ist sie mehr als nur lose angelehnt an das Leben und die Skandale der L’Oréal-Erbin Liliane Bettencourt, die auch schon Gegenstand eines Theaterstücks, eines Romans und einer True-Crime-Reihe Netflix-Dokuserie waren“ („epd-film“). Die reichste Frau der Welt. Marianne Farrère, Erbin eines riesigen Kosmetikimperiums. Absolut. Total. Voller Schönheit, in einer faszinierenden, blendenden Maske. Intelligent, sehr, und mit grenzenloser Macht hantierend. Die sagenhaft ausströmt. Ganz locker. Was SIE erklärt, ist Befehl-PUR. Sozusagen Anweisung(en)-TOTAL. Und nun, sagen wir vermeintlich, jetzt im vorgerückten Alter, ein Zauber der Liebe. Hat sich vehement angemeldet. Eingeschlichen. Und SIE spielt gesellschaftlich mit. Sozusagen plötzlich von stocksteif gen locker. „Nur“ weil sie einem Fotografen trifft, gefüllt mit vollem, unverschämten Ehrgeiz. Bei einem Fotoshooting begegnet ihr der Pariser Schriftsteller und Fotograf Pierre-Alain Fantin (LAURENT LAFITTE). Aus diesem Treffen entwickelt sich eine enge und zugleich ambivalente Begegnung, Mit viel Wahnsinn-Charme. Geprägt von Bewunderung, Faszinations-Heuchelei und (An-)Spannung. Dass DAS, also DER, ein Arschloch ist …, es wird fortan „umfangreich“. Bedeutet – während die Chefin lachend-triumphierend mit ihrem Massengeld umgeht, sieht sie sich mit familiären Geheimnissen, wechselnden Loyalitäten und einer Reihe immer heiklerer emotionaler und finanzieller Verstrickungen konfrontiert. Was für ein Vergnügen, dabei zuzusehen. Sich DAS ANZUHÖREN. DIE-DRUMHERUM können nur „empört“ staunen. Und wir mit.
Apropos: Mit kreativer Bosheit nistet er sich ein – in den altehrwürdigen Tempel dieser Familie und ihrem fassungslos-grenzenlosen LUXUS. Und da ist ja auch noch eine Tochter, die um ihr Erbe, die beschädigte Familie und die Liebe ihrer Mutter kämpft. Und ein Butler, der mehr weiß als er sagt. Über, wie gesagt, Familiengeheimnisse und fragwürdige Spenden in astronomischen Höhen. ES wirke das rasante private Kriegstreiben. Wo viel mehr erlaubt ist als … eigentlich. Üblich. Bei solchen Ganz-Ganz-Ganz-USW-Reichen.
Was für ein Juwel von Film. Mit dieser wunderbaren ISABELLE HUPPERT (= 4 1/2 PÖNIs).
