PÖNIs: (5/5)
Der Ausnahme-Filmemacher CHRISTOPHER NOLAN. Er wurde 1970 in London geboren. Begann schon als Kind erste eigene Filme zu drehen. Nach seinem Studium der englischen Literatur am University College London verwirklichte er zunächst unabhängige Filmprojekte, bevor ihm mit dem Thriller Memento im Jahr 2000 der internationale Durchbruch gelang und einen modernen Klassiker des fragmentarischen Erzählens schuf. Seitdem entwickelte sich Nolan zu einem der einflussreichsten Regisseure der Gegenwart und setzte neue Maßstäbe im modernen Blockbuster-Kino. Mit Filmen wie The Dark Knight; Inception; Interstellar; Dunkirk und Oppenheimer hat Nolan bewiesen, dass anspruchsvolles Erzählen und großes Publikumskino keine Gegensätze sein müssen. Der britische Regisseur steht wie kaum ein anderer für fesselndes Kino, welches audiovisuelle Größe mit erzählerischem Anspruch verbindet. Sein charakteristisches Spiel mit Zeit und Erzählebenen, philosophische Fragestellungen sowie die Auseinandersetzung mit Identität, Erinnerung und menschlichen Grenzerfahrungen prägen seine Arbeiten seit mehr als zwei Jahrzehnten.
Mit DIE ODYSSEE widmet sich Nolan nun einem Werk, das seit Jahrtausenden Menschen fasziniert und als einer der Grundlagentexte der westlichen Kultur gilt: Homers legendäres Epos über die Irrfahrten des Odysseus. Die Geschichte des Helden, der nach dem Trojanischen Krieg den langen und gefährlichen Krieg den langen und gefährlichen Weg zurück in seine Heimat antritt, gilt als Ursprung zahlloser Abenteuer- und Heldenreisen und inspiriert bis heute Literatur, Kunst und Popkultur weltweit.
Die GESCHICHTE HINTER DEM EINDRUCK. Kaum ein Werk der Weltliteratur hat die Kulturgeschichte, ja, so nachhaltig geprägt wie Homers „ODYSSEE“. Seit beinahe 3.000 Jahren fasziniert das Epos Generationen von Leser:innen und gilt bis heute als Ursprung unzähliger Abenteuer-, Fantasy- und Heldenreisen. Bedeutet: Es existieren Geschichten, die niemals verschwinden. Sie werden über Jahrhunderte weitererzählt, neu interpretiert und immer wieder an ihre Zeit angepasst.Homers „ODYSSEE“ gehört zu ihnen. Das Epos erzählt von Themen, die bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben Mut, Verlust, Versuchung, Hoffnung und die Sehnsucht nach Heimat. Im Mittelpunkt steht Odysseus, König der griechischen Insel Ithaka. Nach dem Ende des Trojanischen Krieges scheint die Heimkehr nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Doch aus der geplanten Rückreise wird eine jahrelange Irrfahrt über das Meer. Vor allem der Zorn des Meeresgottes Poseidon macht jede Hoffnung auf eine Rückkehr nach Ithaka zunichte und zwingt Odysseus immer wieder zu neuen Umwegen. Auf einer Reise begegnet er dem gefürchteten Zyklopen Polyphem, gerät auf die Insel der Zauberin Kirke, muss sich den verführerischen Gesängen der Sirenen stellen und wird schließlich von der Nymphe Kalypso über Jahre hinweg aufgehalten. Jede dieser Begegnungen stellt ihn vor eine neue Prüfung – mal körperlich, mal geistig und oft auch moralisch. Gerade darin unterscheidet sich Odysseus von vielen anderen Helden der Antike. Er ist kein unbesiegbarer Krieger, sondern ein Mensch, dessen größte Stärke sein Verstand ist. Er besiegt seine Gegner nur selten mit roher Gewalt. Stattdessen sind es sein Scharfsinn, seine Geduld und sein Einfallsreichtum, die ihn immer wieder aus scheinbar ausweglosen Situationen befreien. Seine Entscheidungen, seine Zweifel und auch seine Fehler machen ihn zu einer der vielschichtigsten Heldenfiguren der Literaturgeschichte. Die „ODYSSEE“ erzählt nicht nur von Monstern und Mythen, sondern von Sehnsucht, Familie und der Frage, was Heimat eigentlich bedeutet.
Die „ODYSSEE“ ist deshalb weit mehr als „nur“ eine Abenteuergeschichte voller mythischer Wesen. Viele Motive, die heute selbstverständlich erscheinen, gehen auf Homers Werk zurück: die gefährliche Reise des Helden, die Versuchung durch Macht und Unsterblichkeit oder die Heimkehr als größtes Ziel. Hinter den spektakulären Begegnungen verbirgt sich eine Erzählung über Verantwortung Loyalität und die Frage, wie sehr ein Mensch auf einer langen Reise an seinen Herausforderungen wächst. Genau diese Mischung aus Spannung, Fantasie und zeitlosen menschlichen Erfahrungen macht die „Odyssee“ bis heute zu einem der bekanntesten Epen der Weltliteratur.
173 Minuten (= 5 PÖNIs).
Mit einem geschätzten Produktionsbudget von 250 Millionen Dollar wurde dies der teuerste Film in Nolans-Karriere und ist der erste Blockbuster, der vollständig mit 70-mm-IMAX-Filmkameras gedreht wurde.
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