PÖNIs: (4/5)

1.) FANTASY-TAUMEL. Titel = „DER ASTRONAUT – Project Hail Mary“ von Phil Lord und Chris Miller (Produktion + R; USA 2024/2025; B: Drew Goddard; nach dem Roman „Der Astronaut“ von Andy Weir/2021; K: Greig Fraser; M: Daniel Pemberton; 157 Minuten; deutscher Kino-Start: 19.03.2026). Ich mag diesem Film. Weil er so ausgiebig zu interpretieren ist. Als sozusagen phantastischer Astro-Thriller mit viel großartigem, gedankenvollem Märchen-Charme. Durchsetzt mit herzigen wie puppigen Solo-Künsten. Zu kompliziert? Nö. Ganz im Gegenteil. Motto: Die wenige Rest-Menschheit blickt nach vorne. In die Zukunft. Besetzt mit viel Esprit. Bitte: Geist-Charme inmitten pfiffigen Humors. Wo existiert denn sonst SO WAS. Angepeilt vom listigen Anführer Ryland Grace (also – RYAN GOSLING).
Aber erstmal: „Project Hail Mary“, der Originaltitel des Romans, bezieht sich auf den Begriff „Hail Mary“ aus dem American Football, der einen risikobehafteten Spielzug mit geringer Erfolgswahrscheinlichkeit gegen Ende des Spiels bezeichnet. Er verweist sinnbildlich auf die zentrale Handlung des Romans: eine verzweifelte Mission zur Rettung der Menschheit.

SIE ist zu erwähnen. SEHR sogar: SANDRA HÜLLER. Trat schon mehrmals auf der Leinwand großartig in Erscheinung. Zertifikat: Geboren am 30. April 1978 in Suhl. Wir haben sie – s t a r k – erlebt mit – vielfach ausgezeichneten – Auftritten in Filmen wie „Anatomie eines Falls“ (2023) und „The Zone of Interest (2023). Bei den Nominierungen für den Europäischen Filmpreis wurde sie im selben Jahr für beide Filmrollen berücksichtigt. Es war das erste Mal in der Geschichte dieses Filmpreises, dass eine Schauspielerin/ein Schauspieler eine Doppel-Nominierung in einer der Darsteller-Kategorien erhielt. Hüller gewann die Auszeichnung für „Anatomie eines Falls“. Zudem wurde sie in Frankreich mit dem César prämiert.
ER ist ihr „Quasi-Boss“. Ihr „Begleiter“. Der Naturwissenschaftler Ryland Grace wacht eines Tages in einem Raumschiff auf – Lichtjahre von zu Hause entfernt und ohne Erinnerung daran, wer er ist oder wie er dorthin gekommen ist. Als sein Gedächtnis nach und nach zurückkehrt, findet er heraus, was seine Mission ist: Er soll das Rätsel um eine mysteriöse Substanz lösen, die dazu führt, dass die Sonne erlischt. Um alles und jeden auf der Erde vor dem Aussterben zu bewahren, muss er auf sein wissenschaftliches Fachwissen – als Durchschnittslehrer – und auf einige unorthodoxe Ideen zurückgreifen. Dabei, und dies ist die wunderbare „Bewegung“ des Films, führt eine unerwartete, außergewöhnliche, phantastische Freundschaft dazu, dass er seine Abenteuer vielleicht nicht ganz alleine ausüben/bewältigen muss…..darf…soll. Kann.
„Rocky“.
Der „Filmdienst“ beschreibt phantastisch-atmosphärische Momente: Wenn Eva Tratt (SANDRA HÜLLER) sich einen kleinen Moment Menschsein erlaubt. Sich ein Etwas von Privatleben gestattet. Auf dem Heimatplaneten eine Strophe aus Harrry Styles‘ „Sign of the Times“ singt; exakt bis zu dem Punkt, wo sich die Tränen erahnen lassen, die sie als Vorgesetzte, die die Wahrscheinlichkeit der Apokalypse vorzurechnen hat, nicht vergießen darf“.
Es wäre, natürlich, es gäbe noch viel zu erzählen, zu berichten, vorzuzeigen. Belassen wir es. Schauen wir uns besser dieses kostbare Stück B r e i t w a d-Lichtspiel an. Breiten uns lieber den Genuss in uns aus. Widmen uns Rocky, Merke: Annäherung ist Kommunikation, die zunächst mit Klopfzeichen startet. Klar doch.
Das Wesen.
In einem technisierten Movie. Zum Staunen. Mit opernhaft-rauschigen Rock-Klängen. Beim Wettlauf gegen die gemeine Zeit: Diese rätselhafte Substanz. Vermag, möglicherweise, das Leben/das Überleben der Menschen zu lenken. Doch wir erleben ja, haben ja, besitzen ja, als Volksvertreter, Ryan – Ryland. Und DER wird’s schon richten. Nicht wahr. Wär‘ doch gelacht (= 4 PÖNIs).
