
„DEAD MAN’S WIRE“ von GUS VAN SANT (USA 2024; B: Austin Kolodney; der dabei mit den Historikern Alan Berry und Mark Enochs zusammen-arbeitete, die bereits 2018 den Dokumentarfilm „Dead Man’s Line“ über dieselben wahren Ereignisse realisierte hatten; Produktion: Cassian Elwes; Remi Alallah; Matt Murphy; Justin Hurley u.a.; K: Arnaud Potier; M: Danny Elfman; 106 Minuten; deutscher HEIMKINO-DVD/BD-Start: 07. August 2026).
Ein Mann, eine Geisel und ein Verbrechen, das amerikanische Fernsehgeschichte schrieb: Mit „DEAD MAN’S WIRE“ begegnet uns ein packender Thriller, der auf wahren Begebenheiten basiert und von einem spektakulären Geiseldrama der in US-Geschichte handelt.
Der „Oscar“-nominierte Regisseur GUS VAN SANT („Drugstore Cowboy“), Jahrgang 1952, ist ein US-amerikanischer Avantgarde-Filmregisseur, Filmproduzent, Fotograf und Musiker, gilt als Spezialist für Spielfilme über unangepasste Jugendliche und junge Erwachsene. Seinen kommerziellen Durchbruch erzielte Van Sant 1997 mit „Good Will Hunting“, für den er eine „Oscar“-Nominierung erhielt.
HIER inszenierte er die außergewöhnliche True-Crime-Geschichte als spannungsgeladenes Psychodrama, wobei wahre Ereignisse mit intensiver Figurenzeichnung verbindet werden. Im darstellerischen Zentrum sind BILL SKARSGARD („Psycho“), der als unberechenbarer Anthony „Tony“ Kiritsis eine eindringliche Performance zwischen Verzweiflung, Wut und Kontrollverlust faszinierend abliefert. An seiner Seite sind Dacre Montgomery, Colman Domingo unter anderem zu sehen wie auch „Oscar“-Hero AL PACINO in einem Nebenpart.
Wie also war das damals in den Siebzigern Ami-Jahren? Am Morgen des 8. Februar 1977 stürmt jener Anthony G. „Tony“ Kiritsis in Indianapolis das Büro des Präsidenten eines Hypothekenunternehmens. Mit einer präparierten Schrotflinte bewaffnet, und sehr wütend nimmt er ihn als Geisel, fordert 5 Millionen Dollar, Straffreiheit und eine öffentliche Entschuldigung.
FAZIT: „DEAD MAN’S WIRE“ ist ein doppelbödiger Spannungsfilm und hauptsächlich mit der Rekonstruktion eines legendären amerikanischen Kriminalfalls befasst, der zugleich ein eindrucksvolles Bild der amerikanischen Medienlandschaft der 1970er-Jahre beschreibt.
Dieser Gus Van Sant-HEIMKINO-Werk ist hierzulande-heute ein atmosphärisch dichter Thriller über: öffentliche Wahrnehmung, persönliche Verzweiflung und ist zugleich auch ein „Krimi“, der bis heute als Meilenstein der True-Crime-Geschichte gilt. (= 4 PÖNIS).
