CHÉRI, ICH KOMME! – DIE ERFINDUNG DER LUST

PÖNIs: (3,5/5)

CHÉRI, ICH KOMME! – DIE ERFINDUNG DER LUST von Reem Kherici
(Co-B + R; Fr 2024; Co-B: Gari Kikoine; David Solal; K: Dominique Fausset; M: Laurent Aknin; 85 Minuten; deutscher Kino-Start: 23.07.2026).

Fanny und Tom sind seit über 20 Jahren glücklich verheiratet. Er, ein Ingenieur mit Perfektionismus-Passion, tüftelt am liebsten an Erfindungen. Doch weder seine im Dunkeln leuchtenden Hausschuhe noch das Kreditkartenglücksrad haben es zum Prototypen geschafft. Die Familienkasse ist leer, das Haus samt geliebter Werkstatt soll verkauft werden. Es könnte insgesamt besser laufen, als ihm eines Tages Fanny ein Geheimnis anvertraut: Sie hatte noch nie in ihrem Leben einen Orgasmus. Inspiriert von ihrer extrem engagierten Sexualtherapeutin will Fanny das nun dringend ändern und entsprechend ins Training einsteigen. Tom ist erst erschrocken und dann schockiert, doch dann folgt keine Krise, sondern ein Pakt. Gatte Tom nimmt „die Sache“ selbstverständlich persönlich – und wörtlich. Er will ein Gerät entwickeln, welches die weibliche Lust zelebriert. Doch dafür benötigt er seine Frau, die die Richtung vorgibt. Was als absurde Idee startet, wird zu einer abenteuerlichen Expedition zweier Komplizen im Auftrag der Libido: Fanny und Tom forschen, lachen. scheitern, streiten, flüchten vor der Polizei, klauen ihrer heran-gerwachsenen Tochter den Drogenvorrat und:  entdecken einander und ihre Liebe völlig neu. Fazit: Gemeinsam entwickeln sie „ein Objekt“, das Geschichte schreiben wird.

Zwanzig Jahre Ehe, eine Liebe, die trägt – und ein Geheimnis, das alles verändert. Nach einer „beinahe“ wahren Geschichte, wie es heißt, legt die Regisseurin Reem Kherici, Fachfrau für französische Publikumshits, einen Komödienjux hin, dem ein echter Coup gelingt, denn jenseits von Vulgarität erzählt der Film sehr empfindsam und dennoch voller Humor von der Erneuerungskraft der Liebe.

Übrigens – der Abspann verweist auf die tatsächliche Erfindung des Womanizers im Jahr 2014.
Also: Lasst uns über französische Leckerli staunen.
Weil: Der Film basiert lose auf der – na ja – etwas wahren Erfindungsgeschichte eines deutschen Ehepaares, denen mit einem der elegantesten Liebesspielzeuge eine verblüffende, sprich lustvolle „Revolution“ gelang. In den Hauptrollen sorgen die beiden französischen Schauspielgrößen FRANCOIS CLUZET („Ziemlich beste Freunde“) und ALEXANDRA LAMY (Louise und die Schule der Freiheit“) für atmosphärische, also doppelbödige Gute Laune-Stimmung  (= 3 1/2 PÖNIs).

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