1.) PÖNI-privat:

MUSIK hat mich immer schon begeistert. Und begleitet mich bis heute ständig im Leben. 1956 war ich 10 Jahre jung. Da kamen meine Eltern auf die Idee, mich Klavierspielen lernen zu lassen. Im Wohnzimmer wurde ein Klavier geparkt. Offiziell gelernt wurde bei einer Profi-Lehrerin der Volksmusikschule Charlottenburg. Deren Name ich vergessen habe. Sie unterrichtete nachmittags im hiesigen "Schiller Gymnasium". Gleich an meinem Wohnort, in der Nähe vom Savignyplatz. Allerdings - die Eltern dachten eher "klassisch", ebenso wie die gutmütige Lehrerin, während ich mich viel lieber mit den Tönen eines Jerry Lee Lewis ("Whole Lotta Shakin' Goin' On") befassen wollte. "Mozart" gegen Rock 'n' Roll. Anfangs war ich ja noch friedlich. Nahm das Lehr- bzw. Lern-Programm diszipliniert an, übte fleißig und gehörte sogar einmal zu den Auserwählten, die vor Publikum an einem Abend in der sog. "Meisterklasse" der Schule im Stammhaus in der Plantanenallee in Westend aufspielen durften. Außerdem erinnere ich mich, wie wir - mein Vater und ich - immer an den Wochen vor Weihnachten - während der beruflichen Abwesenheit meiner Mutter - ein Tonband für sie zusammenstellten, mit Klavierweihnachtsmusik von mir plus Gedichten und Gesang von Senior & Junior. Hörte sich, na ja, ganz ulkig an und kam am Heiligabend in der Familienrunde gefühlsmäßig immer sensationell ´rüber. Irgendwann aber wollte ich nicht mehr. Da kein Rock'n'Roll möglich war, verlor ich schließlich die Lust. Zumal Fußball und Kino und Mädels - in welcher Reihenfolge auch immer - sich mehr und mehr in den Interessens-Vordergrund spielten. Ade, du Mozart vom Savigny. Das Klavier wurde verkauft.

Aber: Ich blieb an "Musik" dran. Am Musik-Machen. Bei einer "Berliner Kinder- & Jugend-Verschickung aufs westdeutsche Land", so nannte man das amtlich damals, in den 50er und 60er Jahren, landete ich in der Gemeinde Bubenreuth, im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt gelegen. Dort kam ich mit einem Musikinstrumentenbauer in Kontakt, bei dem ich schließlich eine "Framus"-Gitarre erwarb. Freudestrahlend ging es in Berlin sogleich ans Üben. Allerdings - ich tat mich schwerer als erwartet. Dennoch "schaffte" ich es in die Band meiner Klasse 10 d bei der Max-Liebermann-Mittel-Schule. Höhepunkt war unser Auftritt beim schulischen Abschlussball im März 1962, der im geräumigen Zoo-Pavillon stattfand; siehe Foto, von links: Jürgen Wilkens, Steffen Schleider (Banjo), meine Wenigkeit, "Anführer" Rudolf Kohl und Wolf-Dieter Würde. Es war ein musikalisch "aufregender", wunderschöner Abend und gelungener Abschied von der Penne. Danach ging's ab ins Erwachsenenleben, bei mir: als Verwaltungs-Lehrling zur Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA). Ab 2. April 1962. Wo ich, weil ich noch nicht 16 war, jeden Tag immer eine Viertelstunde eher nach Hause gehen durfte. Von wegen: Jugendarbeitsschutzgesetz. Die Gewerkschaft ÖTV wurde dadurch für mich "interessant". Von wegen: Wo und wie kann ich noch (viel) mehr Freizeit ´rausschlagen.....

2.) Die Berlinale ist längst vorbei, aber durch einen gerade eben gefundenen Artikel aus der "FAZ" vom 7. Oktober 2017 fand ich einen hübschen Hinweis, der zwar mit unserer Berlinale wenig und eigentlich doch eine Menge zu tun hat. Dort schreibt der Autor Marco Schmidt anlässlich der Berichterstattung über die Filmfestspiele im spanischen San Sebastian eingangs folgendes: 

Eine ungeschriebene Regel im Filmgeschäft lautet: Komödien gewinnen keine Wettbewerbe. Oder, wie es ein Kritiker formulierte: "Wenn du Festival-Preise abräumen willst, drehst du am besten einen Problemfilm über taubstumme lesbische Musliminnen in einem pakistanischen Flüchtlingslager".

Wünsche eine lustig-schöne Woche und grüße tapfer:
PÖNI Pönack

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TOMB RAIDER

TOMB RAIDER

"TOMB RAIDER" von Roar Uthaug (USA 2017; B: Geneva Robertson-Dworet; Alastair Siddons; nach dem gleichnamigen Videospiel des US-amerikanischen Studios "Crystal Dynamics" aus dem Jahr 2013; K: George Richmond; M: Junkie XL; 118 Minuten); starke Film-Frauen sind im Kino auf dem Heldinnen-Anmarsch. Stichwort: "Wonder Woman" und die schönen Folgen. Allerdings - trifft dies HIER nicht zu, denn das neueste Bemühen einer …

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DER HAUPTMANN

DER HAUPTMANN

"DER HAUPTMANN" von Robert Schwentke (B + R; D/Polen/Fr 2017; K: Florian Ballhaus; M: Martin Todsharow; 119 Minuten; Schwarz-Weiß); die Deutschen haben es gerne mit Uniformen, können "mit denen", wie wir wissen, "besonders gut". Kleider machen halt Leute, wusste schon der Schweizer Dichter Gottfried Keller und verfasste 1874 seine berühmte gleichnamige Novelle. Beim legendären Schuhmacher Wilhelm Voigt wurde es "dabei …

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THE FLORIDA PROJECT

THE FLORIDA PROJECT

"THE FLORIDA PROJECT" von Sean Baker (B + R; USA 2016; K: Alexis Zabé; M: Lorne Balfe; 115 Minuten); ER hat schon einmal überrascht: mit einem ungeheuerlichen Movie. Ungeheuerlich deshalb, weil an Authentizität und intime Nähe kaum zu überbieten. "Tangerine L.A." hieß damals der Spielfilm (s. Kino-KRITIK), der sowohl die Dreh- wie auch die Sichtweise von Kino veränderte. Auf diesem …

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THE FOREIGNER

HEIMKINO:
THE FOREIGNER

"THE FOREIGNER" von Martin Campbell (China/GB 2016; B + Co-Produzent: David Marconi; nach dem Roman "The Chinaman" von Stephen Leather/1992; Co-Produzent: Jackie Chan, K: David Tattersall; M: Cliff Martinez; 114 Minuten; Heimkino-VÖ: 23.2.2018); hier versammelte sich ein namhaftes Team vor wie hinter der Kamera, um einen etwas behäbig anlaufenden, dann immer besser werdenden Action- und Polit-Thriller in Bewegung zu bringen. …

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TATORT: IM TOTEN WINKEL

TATORT: IM TOTEN WINKEL

Quelle: Christine Schröder / Radio BremenSABINE POSTEL als Bremer Hauptkommissarin Inga Lürsen ist - obwohl seit dem 28.12.1997 mit dabei im ARD-"Tatort"-Karussell und inzwischen mit 36 Fällen "belastet" - immer noch die unterschätzteste Ermittlerin überhaupt. Seit 2001 an ihrer Seite und mit von der nordischen Krimi-Partie: Kollege Stedefreund (OLIVER MOMMSEN). Zuletzt, am 22.10.2017, waren sie einmal mehr - beim Fall …

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