HALLO-zusammen,

1.)  PÖNI-privat = diesmal mit viel guter Musik und vielen guten Musikern. Allerdings, eingangs: Viel Trauer. Mein Vater, der zugleich mein bester Freund war, starb am 27. Mai 2000. Natürlich waren danach viele traurige Wochen angesagt. Liebe Freunde wollten mich aus diesem Seelen-Tief etwas herausholen. Nahmen mich einige Wochen danach, an einem Samstag im Juni, mit zu einem Jazz- & Blues-Fest in das Potsdamer Stern-Center. Ja, die Live-Musik tat ganz gut, lenkte ab, hatte aber vielfach den Charme von bekannter Jazz-Club-Routine. Bis kurz nach Mitternacht. Da trat eine unbekannte Gruppe auf, die mich sogleich völlig packte, elektrisierte, geradezu "heiß" machte im Sinne von: die Seelen-Sorgen für einige wunderbare Momente vergessen machend. Mit schön-verrückten Folgen, denn mein künftiges (Feten-)Leben sollte durch diese Erst-Begegnung an diesem Abend, mit diesem wilden, pulsierenden Gemenge von Musik & Show, nachhaltig beeinflusst werden: Die  N'AWLINS BRASS BAND  aus den Niederlanden ward entdeckt. Die, wie ich später erfuhr, seit 1981 existiert. Die achtköpfige Truppe posaunte, also tobte in der unglaublichen Mischung aus rhythmischem Beat und swingendem Fieber herum. In einer wirklich grandiosen, überrumpelnden, anmachenden, witzigen musikalischen Bewegungs- und Gesangs-Unterhaltung wirbelten sie quirlig-fetzig über die Empore. Ihr gleichzeitiger atmosphärischer Entertainment-Charme flog über die Rampe, mitten hinein ins eigentlich abgeschlaffte Publikum. Das vollkommen aufwachte. Ausrastete. Plötzlich war ein Schwung und eine Stimmung im Rund wie den ganzen Abend-zusammen nicht. Wahnsinn! Unglaublich! Herrlich!

In den Folge-Zeiten ging mir diese Band nicht mehr aus dem Kopf. Ich informierte mich, nahm Kontakt mit ihr - über ihren Boss und Pointen-Bruder JAN WOUTERS - auf (zuerst mit einem 8-fachen FAX!; unserem Running Gag-heute) und holte sie schließlich erstmals nach Berlin. Zu einem Auftritt bei einer meiner alljährlichen Lebenswegbegleiter-Feten. An einem sonnigen Ende Mai-Termin. Ich nehme es vorweg: Sie, also DIE waren d e r - unvergessliche - Feten-Hammer. Meine Gäste waren angetan, ach was: geradezu überwältigt. Vor so viel Klasse-Brass und von diesen authentischen Profis. Wir feierten damals in einem Bistro bei der ARD in Mitte ("Die Eins") und kamen aus dem begeisterten Staunen und der ansteckenden Beine-Bewegungs-Musik (im Lokal wie dann auch auf der Straße) nicht mehr heraus. Neue Freunde waren entdeckt. "Holländer"! Die sich fortan öfters in Berlin bewegten. Denn unsere Kontakte rissen danach nie ab. BRASS-Feten waren im Verlaufe der nächsten Jahre und sind bis heute an der spaßigen Tages- beziehungsweise Nacht-(Un-)Ordnung. An die 10 mal waren die urigen Typen um ihren Spitzen-Trompeter und herrlich witzigen Charmeur-Boss JAN WOUTERS seitdem in der Hauptstadt und mischten mit ihren sagenhaften Live-Gigs die Feten auf; sorgten bei mir jedes Mal für eine riesige, stimmungsvolle Gute Swing- und Gag-Laune. Zuletzt im letzten Spät-Frühjahr, anlässlich eines Brass-Brunchs, am Pfingst-Sonntag. An der Havel. 

DANKE, ihr N'Awlins-er: Ich erinnere mich gerne, wie ihr - am 30. Mai 2012 -, also an meinem Geburtstag, bei meinem SAT.1-Frühstücksfernseh-Auftritt livehaftig mit von der duften Früh-Party wart. Man kann dies übrigens auf YouTube- und Facebook-Videos heute immer noch nachsehen und -hören. Fazit: Diese Holländer, im besten Musik- und Freundes-Geiste, sind ein Hammer! Ihr einfach tollen, höchst unterhaltsamen und dabei persönlich so prima eingestellten Temperaments-Burschen aus dem Land, das zwar im Fußball mächtige (WM-)Defizite besitzt, aber in Sachen BRASS-Sound Spitzen-Plätze belegt.

Und auch nochmal ein tiefes Dankeschön, dass ihr damals zu meiner von wunderbaren Freundinnen ausgestatteten Überraschungsparty, am 21. März 2015 (s. NEWSLETTER Nr. 37), extra und klammheimlich schnell mal nach Berlin gedüst seit, um mit-dabei zu sein. Ich bin immer noch gerührt: Was für tolle Freunde sind wir geworden. Durch diesen damaligen Schicksals-Abend im Stern-Center, Potsdam. Im Sommer 2000. Es gibt eben Zufälle im Leben, auf die blicke ich sehr, sehr gerne zurück und bin unendlich glücklich, dass sie sich "so" ergeben haben. 
Liebe Grüße gehen in die Vereinigten Niederlande, wie Jan immer zu sagen pflegt, und bitte: Lasst uns bald einmal wieder zusammen hier zünftig auf die nächste Feten-Pauke hauen. 

2.)   MUSIK: Scheiße, pardon, aber während ich diese Zeilen schrieb, wollte ich mir natürlich die aktuelle CD von dieser Kult-Band aus den Niederlanden begleitend auflegen, finde sie aber gerade nicht. So ein Mist. Habe mir, als Ersatz, "The Skiffle Sessions" angehört, mit Van Morrison, Lonnie Donegan und Chris Barber, Live in Belfast, aus dem Jahr 1999. Höre ich ab und an auch gerne (und hat mich einst, wie ich dem Aufkleber entnehme, 29,95 DM bei "2001" gekostet).

Na denn, ich wünsche allen eine musikalische Woche. Gute Grüße,
PÖNI Pönack

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DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER

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TATORT: BOROWSKI UND DAS LAND ZWISCHEN DEN MEEREN (25.2.2018)

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Quelle: NDR/Christine Schroeder Für mich ist er DER Loser unter den "Tatort"-Polizisten, der Herr Klaus Borowski aus Kiel. Eine linkische Schnüffler-Dumpfbacke, gespielt  von AXEL MILBERG. Ein physischer Lahmarsch-Bulle, intellektuell-arrogant, sich oftmals nur durch seine defekte Überheblichkeit langweilig auszeichnend. Seit der ARD-Folge 549 - "Väter"; 30. November 2003 - ist er aktiv; gemeinsam mit "Charlotte Lindholm (= Maria Furtwängler) hat er …

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