HALLO-zusammen,

1.)   PÖNI-privat: Vorgestern, der Dienstag (20.2.), war zum "LIEBE DEIN HAUSTIER"-Tag weltweit ausgerufen. Was mich persönlich gerne auf den Plan ruft. Denn: Tiere sind bei mir die bedeutenderen Lebewesen. Das fing ganz klein, ganz jung an: Mein Onkel leitete in Wuppertal-Ronsdorf eine Reitschule. Dort wurden auch die Pferde der Halter ständig geparkt. Ich wohnte dort des Öfteren in den Ferien, schlich mich manchmal nachts heimlich zu den geliebten Pferden in die Boxen, um bei beziehungsweise mit ihnen-zusammen im Heu zu schlafen. Die Erwachsenen waren entsetzt, die Tiere nicht. Wir wurden Kumpels. Nie ist mir auch nur ein Haar gekrümmt worden. Tiere spüren, wenn "Mensch" nicht bedrohlich, sondern friedlich und gut ist. 

Zuhause in Berlin-Charlottenburg. In der Kindheit. Eines Tages brachte mein Vater einen dunkelblauen männlichen Wellensittich mit. Den wir MECKI nannten. Mecki entwickelte sich - solo - zum vielgeliebten, vielbeschäftigten Familienmitglied. Der quasi rund um die Uhr betreut, also betüttelt wurde. Morgens von meinem Vater und mir. Während wir am Frühstückstisch unsere magenfreundliche Haferflockensuppe aßen, hüpfte Mecki, dessen Tür immer geöffnet war, aus seinem Käfig heraus, um am Tellerrand bei uns mitzufuttern. Jeden Morgen dasselbe Ritual. Dann zog er sich in seine gemütliche Behausung zurück. Später, als mein Vater auf der Arbeit und ich in der Schule war, kümmerte sich meine Mutter um ihn. Als sie nachmittags zu ihrer Arbeit ging, sie war als Platzanweiserin im bezirklichen "Kant-Kino" tätig, war ich längst zu Hause, um die weitere "Bespaßung" unseres zutraulichen Piepmatzes zu übernehmen. Der während meiner häuslichen Schularbeiten gerne auf meiner Schulter saß oder am Papier herumknabberte. Als mein Vater von der Arbeit nach Hause kam, übernahm er für Mecki das "Sprach-Training". "Scheißerchen" wurde zu seinem (oft benutzten) Lieblingswort. Am Abend, wenn wir gemeinsam im Wohnzimmer Radio hörten oder später fern sahen, war er oft mit dabei und gab laut-tönend seine Meinung kund. Ganz klar: Er fühlte sich mit und unter uns außerordentlich wohl. Einmal, mein Vater tapezierte die Wohnung, erkrankte er schwer. So dass mein Vater sein Vogelfutter auf seine Zunge nahm und ihm die Nahrung sozusagen "so" feucht präsentierte. Es funktionierte, der kleine Vogel lebte wieder prächtig auf. Unser Mecki wurde 15 1/2 Jahre alt; wir alle waren in ihn sehr vernarrt und mit ihm sagenhaft glücklich über die vielen gemeinsamen Jahre. 

Mit der neuen Wohnung sollten endlich Katzen her. Bei einer Ausstellung lernte ich die wunderschöne wie sanfte Rasse RAGDOLL (= "Lumpenpuppe") kennen und lieben. Ragdoll-Kater Fridolin, geboren am 19. September 1993, zog am 17. Dezember 1993 ein. Wurde bald rund und bewegungs-plump, so nach dem Motto: Werde ausgiebig verwöhnt, bekomme ja alles und reichlich vorgesetzt, was ich mag, wieso soll ich mich viel bemühen und groß bewegen. Deshalb zog am 20. März 1996 Ragdoll-Lady Sara (geboren am: 12. Januar 1996) ein, die ihm bald viele (Jagd-)"Beine" machte. Ihn durch "seine" Wohnung scheuchte, so dass der Kerl zwangsläufig abnehmen musste. Über viele Jahre waren wir hier ein Prima-Trio: Ich liebte meine Pfoten und sie mich. Fridolin musste am Oster-Sonntag, den 2. April 2009 eingeschläfert werden; Sara lebte mit mir noch glücklich zusammen bis zum 7. Juli 2012. 

Danach wollte ich länger "pausieren". Nicht aus Gram, sondern einfach so. Wohl wissend: Beim Zusammenleben mit Tieren sind 90% pure Freude, 10% Schmerz, vor allem beim Abschied-Nehmen-Müssen. Dann aber passierte es: In der von mir immer gerne gesehenen sonntäglichen WDR-TV-Sendung "Tiere suchen ein Zuhause" (18.15 - 19.10 Uhr) wurden am 16. September 2012 die beiden Main-Coon-Katzen "Flöhchen" und "Motte" als Paar und Notfälle vorgestellt. Da war's um mich geschehen. Zumal ja die Wohnung weiterhin Katzen-gerecht ausgestattet war. Am Montag, 24.9. holten die Freunde Dietmar und Nobby die Beiden mit dem Auto von ihrer Pflegestelle aus Köln ab, abends tauchten sie dann hier auf. Und wurden sofort in Paul und Klärchen umbenannt. Wir sind seitdem ein herrliches Charlottenburger "Zwillings-Trio": Paul ist am 31. Mai 2007 geboren; Klärchen am 6. Juni 2008; mein Geburtstag ist bekanntlich der 30. Mai. Wir bilden ein Dream-Team. Paul, der völlig auf mich fixierte - und deshalb auch gegenüber Klärchen, zum Beispiel in Sachen Bett-Hoheit, eifrig eifersüchtige - Dauer-Schmuser, der tatsächlich und laut-schnurrend an jedem Abend vor dem Schlafen-Gehen mindestens eine ununterbrochene Viertelstunde auf dem Nachbarkopfkissen im Bett begeistert tretelt; die/das ständig schnurrende "kompakte" Klärchen, die souveräne Verfressene mit den herrlichen Kulleraugen, die nicht Miau tönen kann, sondern mit Mähs ihre Ansprüche auf Futter und Streicheleinheiten (= in dieser Reihenfolge) lauthals vorträgt bzw. einfordert. 
Ich liebe sie beide und ich hoffe, wir haben noch viele tolle gemeinsame Jahre eines wunderbaren häuslichen Zusammenlebens.

Da gerade Berlinale und wenig Freizeit ist: es gab nichts in Sachen Lesen zum Entdecken und kaum ausgewählte Musik zu hören. 

In diesem Sinne: Allen eine gute Zeit und viel Spaß mit Euren Haus-Tieren.
Wünscht: mit lieben Grüßen

PÖNI Pönack

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"DIE VERLEGERIN" von Steven Spielberg (Co-Produzent + R; USA 2017; Liz Hannah; Josh Singer; K: Janusz Kaminski; M: John Williams; 117 Minuten); das liberale Hollywood beginnt zu reagieren. Indem es eine wahre amerikanische Geschichte aus der 1970er-Epoche erzählt und die Gegenwart meint. Und attackiert. Also die derzeit laufende schlimme "Trump-Ära". Am Schluss des Films ist der Beginn eines weiteren amerikanischen …

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DOCTEUR KNOCK - EIN ARZT MIT GEWISSEN NEBENWIRKUNGEN

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"DOCTEUR KNOCK - EIN ARZT MIT GEWISSEN NEBENWIRKUNGEN" von Lorraine Lévy (B + R; nach Motiven des Bühnenstück "Knock oder Der Triumph der Medizin" von Jules Romains/1923; K: Emmanuel Soyer; M: Cyrille Aufort; 113 Minuten); der Theater-Stoff ist in Frankreich populär und mehrmals verfilmt worden, zuletzt 1951 von Guy Lefranc (mit dem nicht im Abspann aufgeführten Louis de Funes in …

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"THE GOOD NEIGHBOR" von Kasra Farahani (USA 2016; B: Mark Bianculli; Jeff Richard; K: Alexander Alexandrow; M: Andrew Hewitt; 97 Minuten; deutsche Heimkino-VÖ: 23.11.2017); kürzlich erst im Kaufladen entdeckt. Bin neugierig geworden durch den prominenten Hauptdarsteller JAMES CAAN (der ewige "Sonny Corleone" in "Der Pate/"Oscar"-Nominierung). Allerdings: Der zur Drehzeit 76jährige Hollywood-Star ("Misery") drängt sich hier nicht in den Vordergrund, sondern …

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Quelle: rbb/Reiner Bajo Ihre Image-Daten sind eher mau, bei ihren bisherigen 6 "Tatort"-Filmen vermochte das Hauptstadt-Schnüffler-Paar Nina Ruben (MERET BECKER) & Robert Karow (MARK WASCHKE) - seit dem 22.2.2015 ("Das Muli") gemeinsam unterwegs - nicht überzeugend spannend punkten. Auch nicht zuletzt, am 10.12.2017, mit Krimi "Dein Name sei Harbinger" (s. TV-KRITIK). Zuviel privater Krimskrams bei ihr, zuviel plakative Abscheu, getarnt …

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