HALLO-zusammen,

     
1.)   Habe ich gerade gelesen: Die Menschheit lässt sich grob in zwei Gruppen einteilen: in Katzen-Liebhaber und vom Leben Benachteiligte. (Francesco Petrarca). Was bin ich doch für ein Glückspilz.

2.)   PÖNI-privat:  Fußball. Eine Leidenschaft seit meiner Kindheit. Die Bolzereien auf dem Savignyplatz. Mit den Straßenmannschafts-Duellen. Und: Seitdem mich mein Vater Sonntags immer mitgenommen hat zu den Spielen von Tennis Borussia im Mommsenstadion in Eichkamp. Wo die Regionalliga-Spiele öfters schon um 10.40 Uhr begannen, vor manchmal über 10.000 Zuschauern ausgetragen wurden und eine heiße Stimmung herrschte. Bei den Spitzen-Begegnungen zwischen TeBe gegen Spandauer SV oder Viktoria 89 oder Hertha BSC. Ich wollte unbedingt auch ein "Lila Weißer" werden. Doch ich durfte lange Zeit nicht bei TeBe eintreten. Sportarzt-Verbot. Als Sieben-Monats-Kind war ich gesundheitlich lange Zeit nicht voll auf dem Posten, hatte einige Operationen zu überstehen, war zu schwächlich. So die mehrfachen amtlichen Diagnosen. Dann aber war es eines Tages doch so weit. Im Sommer 1960 trat ich, mit 14, bei Tennis Borussia ein. Jugendleiter Gerhard Stock schickte mich als Neuling zur 3. Jugend von TeBe. Betreuer war dort der "Stern"-Journalist Heinz Siegeris. Mit dem verstand ich mich gut. Das erste (Sonntags-)Spiel, Anpfiff: 8.40 Uhr, werde ich nie vergessen. Es fand im August 1960 auf einem Rasenplatz in den Rehbergen statt, gegen Hellas Nordwest, und ich hatte als schneller Rechtsaußen diverse Tor-Chancen. War aber zu nervös. Vergeigte alle. Mein Freund und Savignyplatz-Nachbar Detlev Voigt, der halb-rechts spielte, schoss das Tor zum 1:0-Sieg. Mein Vater war auch mitgekommen. Er sollte mich in der Saison oft zu den Spielen begleiten. Setzte sogar "Prämien" für mich aus: 50 Pfennig für ein Tor. Womit die Faßbrause danach im Casino gesichert war. Ich sattelte dann von Außen in die Mitte um, Mittelstürmer, mit der Nummer 9 (auf dem Foto ganz links), woraufhin mein Vater an der Seitenlinie "streng" darauf achtete, dass ich nicht abseits stand; "woraufhin" ich in meiner ersten Vereins-Saison insgesamt 33 Tore schoss. Habe sogar noch die schriftliche Abschlussbegutachtung von Heinz Siegeris. Wurde für die 1. Jugend in der nächsten Saison empfohlen. Konnte mich aber nicht durchsetzen, weil dort manche Väter für die Aufstellung ihrer - nicht unbedingt sehr talentierten - Sprösslinge als "Sponsoren" auftraten, woraufhin ihre Gören bevorzugt wurden. Außerdem war die Stimmung untereinander, im Kader, nicht so kumpelhaft wie in meiner unvergessenen Debüt-Saison in der III. TeBe-Jugend. An die ich mich heute noch so gerne erinnere. Und während der ich jedes unserer Spiele "kritisch" in einem noch heute existierenden Oktavheft aufarbeitete: Mit Aufstellungen, Torschützen und "besonderen Vorkommnissen". Der Kritiker Pöni machte sich damals schon erstmals privat bemerkbar. Habe dann in der 2. TeBe-Jugend weitergespielt, bevor ich später in die BfA-Betriebssportgemeinschaft, Abteilung Fußball, wechselte und einige fröhliche Jahre dort verbrachte. Doch so langsam nahte auch die zu treffende persönliche Entscheidung: Entweder weiterhin Fußball, dann aber mit vielen zeit-intensiven Trainingseinheiten, oder: KINO. Die konkurrierende Leidenschaft. Der Sieger hieraus ist bekannt. Doch der Fußball ließ mich nie ganz los. Viele Jahre war ich noch "bedächtig" aktiv, zum Beispiel dann in der 1969 neu gegründeten Betriebssportmannschaft der SG ÖTV-Jugend Berlin (worüber ich demnächst einiges erzähle), dann mutierte ich zu einem Tribünen-Fan. Für: Natürlich, für immer und ewig =  Tennis Borussia, die sich ja derzeit in der Oberliga (5. Klasse) abmühen; dann für Borussia Dortmund mit ihrer Fußball-Opern-Arena-Pracht-Stimmung (und gegenwärtigen saisonalen Dauerkrise) und auch für Hertha BSC, die ich vor allem in den Siebzigern, als TeBe absackte, permanent im Olympiastadion - mit meinem Jugend-Presseausweis - aufsuchte: Berlin braucht halt einen Hauptstadt-Club in der Bundesliga. 
P.S.: Dass ich ab den Sechzigern (da noch im Sportpalast) bis zum Saison-Ende 1997 (Eishalle Jaffée-Straße) auch ständig mit meinem Vater per Dauerkarte winter-wöchentlich ein- bis zweimal die Eishockey-Spiele vom Berliner Schlittschuh-Club bzw. seinen Vereinsnachfolgern (BSC Preußen & Co.) permanent besuchte, davon ein anderes Mal mehr.  Jedenfalls: Ich war eigentlich immer in meinem Leben viel unterwegs! Daran hat sich bis heute wenig geändert. Ob Kino, Kabarett, Fußball, Feten, Musik und vor allem viel Lesen & PÖNI-TV: Bin einfach (viel) zu neugierig.....

3.)     MUSIK: Habe einen US-Ohrwurm-Oldie entdeckt mit Weich-Laune: "He'll Have to Go", gesungen von JIM REEVES, von 1960. Gefunden in meiner neuen 10 CD-Box mit Songs aus 15 originalen Alben des im Sommer 1964 tödlich verunglückten Sängers sowie mit 42 Bonbus-Tracks. Schmuse-Liebhaber an die Player-Front.

Wünsche eine gute Zeit. 

Liebe Grüße

PÖNI Pönack

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"HOT DOG" von Torsten Künstler (D 2017; B: Tripper Clancy; Lo Malinke; Co-Produzent: Matthias Schweighöfer; K: Markus Nestroy; M: Martin Todsharow; 105 Minuten); da ist er wieder - der simple deutsche Humor beziehungsweise: die zum "Humor" erklärte Peinlichkeit und Langeweile. Ich mag schlichte Filme, wenn sie clever veranstaltet und wirklich komisch sind. "Hot Dog", der Film mit der überdeutlichen Werbebotschaft, …

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"DOWNSIZING" von Alexander Payne (Co-B; Co-Produzent + R; USA 2016; Co-B: Jim Taylor; K: Phedon Papamichael; M: Rolfe Kent; 135 Minuten); er wurde am 10. Februar 1961 in Omaha/Nebraska als Alexander Papadopoulos geboren, studierte spanische Literatur und Geschichte, bevor er an die kalifornische Filmhochschule nach Los Angeles wechselte, um dort sein Diplom zu machen. Seit 1991 dreht der sich ALEXANDER …

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"DIE DUNKELSTE STUNDE" von Joe Wright (GB 2016; B: Anthony McCarten; K: Bruno Delbonnel; M: Dario Marianelli; 126 Minuten); SIR WINSTON CHURCHILL (30. November 1874 - 24. Januar 1965) war einer der bedeutendsten Staatsmänner des vorigen Jahrhunderts. Ob seine Erscheinung in gleich zwei Filmen - und thematisch gar in gleich 3 binnen überschaubarer Zeit - vonnöten war / ist, wird …

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IT COMES AT NIGHT

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"IT COMES AT NIGHT" von Trey Edward Shults (B + R; USA 2016; K: Drew Daniels; M: Brian McOmber; 91 Minuten); selten so gegruselt und selten dabei so wohlgefühlt: "IT COMES AT NIGHT", auf dem vorjährigen "Fantasy Filmfest" bei uns erstmals vorgestellt, ist ein kluger Spannungsfilm mit viel Niveau-Geschmack. Ein Horror-Kopf-Thriller der Extra-Klasse. Warum eigentlich - und verdammt nochmal - …

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ORBITER 9 - DAS LETZTE EXPERIMENT

HEIMKINO:
ORBITER 9 - DAS LETZTE EXPERIMENT

"ORBITER 9 - DAS LETZTE EXPERIMENT" von Hatem Khraiche Ruiz-Zorrilla (B + R; Spanien/Kolumbien 2016; K: Pau Esteve Birba; M: Federico Jusid; 94 Minuten; deutsche Heimkino-VÖ: 7.12.2017); das Filmland Spanien überrascht uns seit geraumer Zeit mit anspruchsvollen Spannungsproduktionen wie "Der unsichtbare Gast" (s. Heimkino-KRITIK); "The Body - Die Leiche" (s. Heimkino-KRITIK)  oder "La Isla Minima - Mörderland" (s. Heimkino-KRITIK). Allerdings: …

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TATORT: DIE FAUST (14.1.2018)

TATORT: DIE FAUST (14.1.2018)

Quelle: ARD/ORF Österreich hat heute mal wieder den "Tatort"-Ton - in  der Folge 1043 - angegeben. Vertreten durch den Wiener Oberstleutnant Moritz Eisner (HARALD KRASSNITZER) und seiner Kollegin, Major Bibi Fellner (ADELE NEUHAUSER). Die es mit einem Mörder zu tun hatten, der sich kleidete wie bei Edgar Wallace "Der Frosch mit der Maske", nur ganz in weiß. Warum wie was …

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