PÖNI-privat  oder: Abschluss mit Musik: Ich hasse Silvester. Nicht wegen der Feierlichkeiten, ganz im (leider inzwischen überschaubaren alkoholischen) Gegenteil, sondern wegen der sinnlosen Knallerei. War diese viele Jahrzehnte lang lärmpegelmäßig vergleichsweise harmlos, so hat sich dies seit einigen Jahren radikal geändert. Aber der Reihe nach: 1.)  Mir will es nicht in den Kopf, warum diese aufwändige teure Böllerei nötig ist. Von wegen: Wieso verpulvern Menschen im wahrsten Sinne so viel Geld innerhalb von ein paar Stunden. Nur um es laut knallen zu hören und wegen diesem bunten Firlefanz in der Luft? Wenn ich die Obdachlosen in meiner Charlottenburger Umgebung sehe, die unter den kalten Brücken pennen, kriege ich schon einen dicken Kloß im Hals. Ja, ja, ich höre schon: Die wollen ja gar nicht in eine Unterkunft; die würden, wenn sie es wollen, versorgt...; mag sein. Jedenfalls könnten diese Unmengen von in die Luft gejagten Gelder, die Silvester laut verrauchen, verpuffen, besser = sehr viel Sinn-voller ausgegeben werden. Geld, das in die Luft gejagt wird, ist heute längst anachronistisch. Geradezu arrogant. Ein irrer Luxus, den wir uns leisten. Ich weiß, klingt naiv und für manche sicherlich auch bescheuert, aber bei Silvester setzt bei (zu) vielen der Verstand aus. Finde ich. Bedauerlicherweise.  2.) Der Lärm. Seit einigen Jahren wird der Lärm dabei immer unerträglicher. Nimmt inzwischen "Kriegslautstärke" an. Die verbesserte (teure) Technik, aber auch die illegalen Materialien aus zum Beispiel Polen machen es möglich. Frage: Wieso mögen Menschen dieses immer unerträglicher, unzumutbarer werdende gigantische Lärm-Geräusch? Das sich inzwischen anhört, als wären wir mitten in einem "fröhlichen Krieg"? Sonst wird bei vielem auf Lärmpegelgrenzen gesetzt, hier aber nicht. Ich höre schon: Spielverderber? Spaßbremser? Lass' doch, die eine Nacht...  Dabei ist es nicht nur die eine Nacht, jedenfalls hier in der Innenstadt, wo ich (sehr) gerne wohne / lebe, sondern Tage davor und viele Tage, vor allem Nächte, danach. Wenn "der Rest" verschossen wird.  3.) Ich denke an die Tiere. An die "draußen" wie hier drinnen. Sicherlich ist es für viele eine Qual, diesen ganzen lärmenden Budenzauber ertragen, über sich ergehen lassen zu müssen. "Da müssen sie durch", höre ich die "Gegner"-Stimmen. Umwelt-, Natur- und vor allem Tierschutz wird in dieser Silvester-Nacht also einfach mal ausgesetzt. Finde, empfinde ich, pardon, abscheulich. Heuchlerisch, in Bezug auf sonst. Absolut un-sinnig. 

Für mich privat beziehungsweise für meine beiden Maine Coone-Katzen habe ich seit Jahren eine Halbwegs-Lösung gefunden. Ich füttere Paul & Klärchen voll zu und "trainiere" am Silvester-Abend, so ab 20 Uhr, meine Schätze, in dem ich sie mit einer bestimmten Rock-Klassik-Musik dauer-beschalle. Und zwar so laut, dass diese raumfüllenden CD-Wohnungs-Hymnen, vor den geschlossenen Fenstern, den extremen Knall-Lärm "draußen" übertünchen. Ist immer noch besser als dieses furchtbare dauerhafte Erschreckens-Knall-Szenario auf Straßen und Höfen. Bei mir dominiert also quasi: eine "rhythmische Hysterie". 6 Stunden lang "tobt" - in voller "stimmungsvoller" Dröhnung - die Doppel-Disc "The Very Best of MEAT LOAF" (von 1998) durchs traute Heim. Danach kann - und will - ich diese CD ein Jahr lang nicht mehr hören. Und so gegen 2 Uhr morgens bin ich dann auch "geschafft", wie nach einer zünftigen Feier (nur ohne Alkohol). Während meine Pfoten-Lieblinge längst "gemütlich" pennen. Futter & Musik haben sie "beruhigt". 
Ein Irrsinn, aber (wenigstens) mit Methode. 

In diesem Sinne: Ich wünsche ALLEN einen stimmungsvollen Rutsch in ein hoffentlich für UNS-ALLE gesundes, friedliches und VIEL-fröhliches 2018.

HERZlich, der bald gestresste "Silvester"-PÖNI

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