SHERLOCK: DER LÜGENDE DETEKTIV

Quelle: BBC

Was für ein Genuss, dieser zweite „Sherlock“-Film der Staffel vier. Nach dem mauen Davor-„Tatort“ ein britischer Spannungs- und Charme-Umschwung um 1000 Grad. „DER LÜGENDE DETEKTIV“ war ein blitzgescheiter, genial-pfiffiger, brillant aufgebauter, entwickelter und köstlich gespielter Paranoia-Krimi der ironisch-pointierten Spitzen-Klasse. Diese herrliche Schizo-Stimmung, diese phantastischen süffisanten Zeitlupen-Happen bei Beethoven und Mozart, und dann dieser sagenhafte Satz von der einzigartigen Mrs. Hudson über Sherlock: „Er ist viel unkomplizierter, wenn man ihn mit einer Waffe bedroht“. Aber weiterhin: Wo steckt dieser Drecksinitiator von Moriarti? Am kommenden Sonntag werden wir es erfahren. Nehme ich an. Die Freude auf Folge 3 ist mächtig-gewaltig. (5 PÖNIs). 

Und eine Bitte an die völlig unsensible ARD: Könnt Ihr dann, also am nächsten Sonntag, nicht wenigstens ein paar atmosphärische Sekunden warten und uns ein wenig von dem Nachspann gönnen, bevor Ihr uns wieder mit Eurer sofortigen Werbung für Euren nächsten Mittwoch-Billig-Film belästigt? Scheiße war das eben. Man ist noch in Cumberbatch-Höchst-Stimmung und stiert plötzlich auf Benno Fürmann; wie bescheuert ist das denn?