Der Schrei Sport

Der Schrei Nr. 15 ca. 1970

LIEBE KOLLEGINNEN und KOLLEGEN,

nach den Wochen der Freundschaftsbegegnungen, wobei sich Sieg und Niederlagen die Waage hielten, ist es nun ernst geworden, di e Fußballer der ÖTV-Jugend haben in den harten Pokalkampf eingegriffen. Der DGB-Pokal ist zum begehrten Objekt für insgesamt neun Mannschaften geworden, die sich nun in den kommenden Wochen in harten, aber hoffentlich immer fair bleibenden Spielen gegenübertreten werden.

Das erste Treffen gegen eine Auswahl der Gewerkschaft IG Metall allerdings brachte uns gleich an den Rand einer Niederlage. Mit vielfachem Ersatz wurde bei schwülem Sonnabendvormittagswetter auf dem Platz hinter dem Westend-Krankenhaus schwach gespielt. Bei vielen wirkte sich die lange Urlaubspause negativ aus. Dass es bis zur Halbzeit nur 0:1 stand, war der Konzentrationsunfähigkeit d er gegnerischen Sturmreihe und einer sauberen Leistung unseres Torwarts Jörg Weiland zu danken.

In der zweiten Hälfte lief es dann aber weit besser, unserem vorzüglichen Mittelfeld-Motor Udo Giese gelang das lang ersehnte Ausgleichstor zum 1:1. Und als eine Viertelstunde vor Schluss Michael Pagels einmal seinem Bewacher davoneilen und das 2:1 markieren konnte, war die Entscheidung zu unserem Gun­sten gefallen.

Am Sonnabend darauf war der Schrecken groß, infolge Krankheit und Urlaub waren wir anfangs erst neun, aber ab der 20. Minute dann zehn Spieler. Gegner war eine weitere Elf der IG Metall. Um es vorweg zu nehmen, es wurde trotz aller widrigen Um stände ein großer Tag.
Bereits nach knapp zehn Minuten führten wir durch zwei Tore unseres Sturmspitze spielenden Hans-Ulrich Pönack 2:0. Glänzende Paraden Jörg Weilands und zwei Sonntagsschüsse von Udo Giese und „Didi“ Rinnert halfen das Ergebnis auf 4:0 zu erhöhen. Nach dem Wechsel ließen verständlicherweise bei uns Kräfte und Konzentration etwas nach. Der Gegner kam besser auf und erzielte zwei Anschlusstore.

Geschickt vorgetragene Konterzüge sorgten jedoch für gefährliche Szenen vor dem IG Metall-Tor und brachten schließlich weitere Tore, 5:1 (Pönack), 6:2 durch einen herrlichen Alleingang Bernd Roeckers und schließlich 7:2 durch den an diesem Vormittag voll treffenden „Pöni“ Pönack.

Es wäre herrlich, wenn wir bei unseren kommenden Spielen auch einmal moralische Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen (oder auch selbstverständlich Gästen) „genießen“ könnten. Leider standen bei Redaktionsschluss die genauen Termine noch nicht fest, aber das Jugendsekretariat gibt gern über Ort und Zeit unserer Spiele Auskunft.

Wir hoffen auf begeisterungsfähige Fans,
mit sportlichen Grüßen

Wolfgang Vater – Hans-Ulrich Pönack (Mannschaftsführer)