Der rote Elvis

DER ROTE ELVIS“ von Leopold Grün (D 2007; 90 Minuten; Start D: 02.08.2007); Dresdner vom Jahrgang ´86, ist ein spannender Dokumentarfilm über eine spannende Figur der Zeitgeschichte-„Ost“: Über den schönen Cowboy, mittelmäßigen Schauspieler, Sänger und Freiheitskämpfer DEAN REED (1938-1986). (Für den sich inzwischen auch Hollywood-Star Tom Hanks interessiert und einen Film vorbereitet). Dabei ist eine differenzierende Biographie dieses aus Denver/Colorado stammenden „Aushänge-Amerikaners“ der DDR entstanden. Der zunächst in lateinamerikanischen Ländern sowie im damaligen Ostblock sehr populär war. Sowohl als Sänger wie auch als Polit-Aktivist.
Befreundet mit dem chilenischen Präsidenten Salvador Allende und Palästinenserführer Jassir Arafat protestierte Reed auf der ganzen Welt gegen die USA-Regierung, gegen Diktaturen und den Vietnamkrieg.

Das einfühlsame wie kritisch-nüchterne Porträt erzählt die Lebensgeschichte des Schönlings, Schauspielers, Friedenskämpfers, des Rebellen und Frauenschwarms, der sich von 1972 bis zu seinem Freitod im ersten deutschen „Arbeiter- und Bauernstaat“ einrichtete. Der sich als eine Art „Robin Hood mit der Gitarre“ verstand, um gegen die Ungerechtigkeiten dieser Welt und für eine bessere Welt lauthals einzutreten. Zeitzeugen wie authentisches Filmmaterial begleiten diese politischen wie privaten Stationen um den naiven Idealisten, dessen Vorstellungen vom allgemeinen Menschen-Glück ebenso scheiterten wie seine zahlreichen und ebenso „hakenden“ Partner-Beziehungen in der DDR.

„Der rote Elvis“ ist kein nostalgisches Helden-Epos, sondern zeigt, beeindruckend-nüchtern wie SEHR unterhaltsam, die verschiedenen Facetten/Seiten eines ebenso widersprüchlichen wie bemerkenswerten Menschen-Lebens, das nie aus seiner – selbstgewählten – Vermittler- bzw. Kommentatoren-Rolle herausfand (= 4 PÖNIs).