RAMPAGE – BIG MEETS BIGGER

„RAMPAGE – BIG MEETS BIGGER“ von Brad Peyton (USA 2017; B: Ryan Engle; Carlton Cuse; Ryan Condal; Adam Sztykiel; nach einem „Arcade“-Computerspiel von 1986; K: Jaron Presnant; M: Andrew Lockington; 108 Minuten); RUMM – ZISCH – BUMM = Krach-Karacho mit viel Dröhn-Musik. Das in zwei Teile zerfällt: In einen geradezu sensationellen Trick-Zauberkasten und in eine geradezu beleidigend-dämliche wie verkrampfte Story-Entwicklung, mit hölzernen Dialogen und stumpfsinnigen menschlichen Figuren-Papp-Kameraden.Im Detail:

1.) DWAYNE ehem. „The Rock“ JOHNSON, an die 2 Meter groß und mit enormer Muskelmasse ausgestattet, ist derzeit in Hollywood „groß“ angesagt (zuletzt: „Jumanji – Willkommen im Dschungel“). Johnson führt gegenwärtig die Liste der am besten bezahlten Schauspieler der Welt an mit – lt. Wirtschaftsfachzeitschrift „Forbes “ – einem 64,5 Millionen Dollar-Verdienst für 2016. Hier mimt er einen Primaten-Forscher, der vorher mal bei den „Special Forces“ der US-Army tätig war, dann aber seine Liebe zu Tieren entdeckte und zum Wissenschaftler aufstieg. Doch DAS KOMMT NUR ALS BULLSHIT ‚rüber. Dient nur dem Vorwand, dass er mit der Klischee-Naivität eines vermeintlichen „Denkers“ („Hääh?“) ebenso ausgestattet ist wie mit der „Handhabung“ von explizierter Gewalt. Schön: Dieser Davis Okoye, den er spürbar-angestrengt mimt, ist „dicke“ befreundet mit einem Albino-Schimpansen (Marke Silberrücken) namens George, den er einst von Wilderern gerettet und von Kleinauf betreut hat, und mit dem er listig-ulkig im Zoo von San Diego zu kommunizieren versteht.

2.) Schwach – Sinn: Ein angeblich Milliarden-Dollar-schwerer Konzern besteht aus zwei Personen: Einer gierigen wie gut frisierten Hau-Drauf-Mutti mit Charme-Stufe Zero namens Claire Wyden (MALIN AKERMAN) plus ihrem penetrant-bekloppten Bruder-Trottel Brett  (JAKE LACY), der ständig nur am Futtern ist und permanent nur saublöd-unangenehm drein-kuckt. Deren teures wie ekliges Gen-Experiment im Weltall ist gerade – buchstäblich – abgestürzt. Gefährliche Proben landen auf der Erde und lassen einige Tiere auf der Erde „verunstalten“. Zu überdimensionalen Monstern aufsteigen. Was sie natürlich vertuschen wollen, und woraufhin sie diesbezügliche Vertuschungsversuche starten.

3.) Schwachig: George ist davon auch betroffen, so dass aus dem friedlichen „Jungen“ ein aggressiver und nunmehr riesiger „Bursche“ wird. Eine Dr. Kate Caldwell (NAOMIE HARRIS) taucht auf. Immer super angezogen und auch nach einem Flugzeugabsturz mit Fallschirmrettung immer Up-to-Date Pony-gefönt bzw. frisiert. Die Gen-Technikerin weiß, was hier übles abläuft, war sie doch einst bei Firmen-Chefin Claire angestellt, und sie hilft dem gedanklich überforderten Forscherlein Davis zu verstehen, warum gerade ein Krokodil in den Everglades und ein Wolf in Wyoming zünftig ausrasten. Der gemeinsame Plan wird geschmiedet: Ein Gegenmittel muss her. Was natürlich Claire & Dumm-Bruder Brett verhindern wollen. Auf in den Fight, ihr trüben Toreros. Wobei Davis trotz Bauchschuss in seinem blutgetränkten weißen T-Shirt auf die große Logik-freie Mucki-Kacke haut. Klar doch: My Name ist schließlich Dwayne, und ich weiß, was die Leute von mir erwarten.

4.) Bekannt: Ist das Militär. Das die zunehmenden Zerstörungen von riesigen städtischen Immobilien und Gegenden durch die aufgeputschten Viecher mittels gigantischer Gegen-Gewalt beenden möchte. Was natürlich nicht gelingt, denn was sich da Militär nennt, besteht aus lauter Hohlköpfen. Vor allem in der Führungsebene. Ist bekannt. Wenngleich – behämmert: am Ende wird es diesbezüglich unangenehm versöhnlich. Triefend patriotisch. Nach der Präsentation von „hervorragenden Waffen“, die man genüsslich immer wieder „charmant“ präsentiert, verbündet man sich. (Wüsste gerne, was die US-Waffenindustrie diesmal zum Budget von 120 Millionen Dollar beigetragen hat).

5.) TOLL: Schieben wir an dieser Stelle den vorhersehbaren inhaltlichen Murks zur Seite und konzentrieren uns auf das Faszinierende. Zunächst: George, der heutige King Kong, ist natürlich eine (Computer-)Sympathie-Type vom Allerfeinsten. Steht treu und tapfer seinem Menschen zur Seite. Auf ihn ist Verlass, sowohl beim großzügigen Kaputt-Machen von Hoch- und Tiefgebäuden wie dann auch an der Kampf-Seite seines bedrohten Davis. Beim Wolf, der einmal einen Hubschrauber in der Luft „fängt“, also putt-macht, sind dagegen holprige Trick-Defizite zu annoncieren, dafür aber schnappt das hungrige Dino-Krokodil um so doller prima munter-scharf zu. Der SCHAUWERT IST DER FILM. Denn wenn erst einmal die vielen vollmundig-leeren Erklärungen der albern-dämlich-arroganten Klischee-Menschen ausgeatmet sind, wird es richtig hot. Also erst so richtig in der zweiten Hälfte dieses Zwitter-Katastrophen-Movies. Wenn sich die Produktionskosten gigantisch zeigen. Und auf Deibel komm‘ ‚raus die volle Trick-Dröhnung „Macht kaputt was euch kaputt macht“ tierisch abläuft. Wenn die Monster wunderbar ausrasten. Inmitten einer unterhaltsamen Kopfausschalten- und Bauklötzer-Staunen-Atmosphäre. Hätte man von Anfang an machen sollen. Warum erst dieses viele Blöd-Gerede? Von im Grunde völlig überflüssigen Dummbazi-Menschen von der 08/15-Klischee-Stange? (Wen es interessiert: JEFFREY DEAN MORGAN von „The Walking Dad“ grinst sich hier ebenfalls lächerlich durchs flache Homo Sapiens-Bild). Gleich den Jahrmarkt-Action-Budenzauber in Voll-Gang bringen, das hätte viel mehr Spaß gemacht. Und gebracht.

So aber: Gerade mal noch soeben und reichlich gutmütig: 3 PÖNIs !!! (Von wegen diesem kinematografisch spannenden Trick-Erweiterungs-Ereignis).