OVERDRIVE

„OVERDRIVE“ von Antonio Negret (Fr 2016; B: Michael Brandt; Derek Haas; K: Laurent Barés; M: keine Angabe; 96 Minuten); im Gesicht sieht er aus wie sein Daddy Clint in der Jung-Phase, doch das Talent von ihm kann er nicht vorweisen: SCOTT EASTWOOD, Jahrgang 1986. Zuletzt tauchte er – wenig inspirierend – im Hit „Fast & Furious 8“ auf, und dies ist eine gute Beschreibungsvorlage für den Aktions-Müll hier: „Overdrive“ sieht sich an wie die Baby-Kacke-Version dieses „fastigen“ Action-Knallers. Scott, ein sich cool gebender netter Grinse-Softie mit leichtem Bartwuchs, der halbwegs geradeaus zu kucken vermag, mimt auf Hart-Kerl, der mit seinem jüngeren und noch mehr kindlichen, angeberischen und gar nicht ernstzunehmenden Bruder-Bübchen per Auftrag Luxus-Karossen klaut. Nun aber kriegen sie in Marseille einen „größeren“ Auftrag, den sie natürlich „schaffen“, woraufhin aber Gangster-Profis (die sich allerdings auch nur wie Pappnasen benehmen) fortan hinter ihnen her sind.

Es wird viel großkotzig palavert; auch sämtliche weiteren Darsteller erweisen sich nur als grottig-peinlich (einschließlich der Mädel-Hirnis); Auto-Reifen quietschen andauernd; manche Stunts (wie zum Beispiel: der Start eines Flugzeugs wird per Vehikel verhindert) sehen toll aus, stehen aber nur für sich leer da; von Reiz und Spannung und Spaß keine Spur. Der Film „Overdrive“ ist banaler, unangenehmer, also völlig überflüssiger Kino-Blödsinn (= 1/2 PÖNI; für genannten Stunt).