OPERATION: 12 STRONG

„OPERATION: 12 STRONG“ von Nicolai Fuglsig (USA 2017; B: Ted Tally; Peter Craif; nach dem Buch: „Horse Soldiers: The Extraordinary Story of a Band of US Soldiers Who Rode to Victory in Afghanistan“ von Doug Stanton/2009; Co-Produzent: Jerry Bruckheimer; K: Rasmus Videbaek; M: Lorn Balfe; 130 Minuten); wenn sich Amis gut unterhalten wollen, gehen sie gerne in einen Kriegsfilm. Denn dort werden Kampfhandlungen und amerikanische Beteiligte zumeist glorifiziert. Moralische Zweifel oder gar innere Widersprüche werden außen vor gelassen, die Hauptsache, wir gewinnen wenigstens unsere Schlachten im Kino. Auf der mit großmäuligem Hurra-Patriotismus gefüllten Leinwand.

So wie hier. Nach den bestialischen Terror-Anschlägen vom 11. September 2001 zieht eine kleine Sondereinheit von US-Militär, unter ihnen Chris Hemsworth, Michael Shannon und Michael Pena, auf eine geheime Mission. Gen Afghanistan. Marke: „19 Männer haben unser Land angegriffen. Ihr 12 seit die ersten, die zurückschlagen“. Es gilt, die Taliban vor ihrer Haustür „genau-so“ zu treffen, weil sie al-Qaida-Kämpfern Unterschlupf gewähren. Doch in der schwer zugänglichen Bergregion sind heldenhafte Einsätze extrem erschwert. Dennoch, natürlich…..und auch zu Pferd…die glorreichen 12.

Gewalt gegen Gewalt; die immerwährende demokratische US-Nachricht, dass gegen Gewalt nur Selber-Gewalt hilft, um eine Art von „Gerechtigkeit“ herzustellen. Von wegen: Vergeltung. Als Show. Gigantische Unterhaltung. Bei der dieser mächtige orchestrale Sound dieses explosive Kriegs-Getöse lautstark zementiert. Ich mag diese Art von Tendenz- & Pathos-Filme, so spannend sie sich bisweilen in Action-Details als Gut-Böse-Duelle auch zeigen mögen, nicht mehr ertragen. Finde sie völlig überflüssig. Wie auch dieses Machwerk (= 0 PÖNIs).