Hard Days, Hard Nights Kritik

Als ambitioniertes Filmwerk kommt „HARD DAYS, HARD NIGHTS“ von Horst Königstein (Co-B+R; D 1989; 103 Minuten; Start D: 04.09.1990); daher. Königstein ist ein engagierter und erfolgreicher Fernsehregisseur, der hier seinen ersten Kinospielfilm abliefert. Er spielt 1960 in Hamburg.

Fünf junge Musiker aus Liverpool sind hier gestrandet. Ihre Hoffnung auf Kohle und Ruhm vergeht bald angesichts des Drecks und der Unprofessionalität drum herum. Ihr Manager erweist sich als hilfloser Angeber, der Chef des Clubs, in dem sie auftreten, ist ein ekliger Kapitalisten-Krüppel und das Leben auf St. Pauli ist auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Frustriert geht‘s nach einigen Wochen wieder nach Hause. Die Beatles stehen natürlich im Raum, werden aber nicht genannt. Königstein will keine Legenden-Zertrümmerung, deshalb nennt er seine Bubis “Rick And The Rich Kids“. Erzählt ein bisschen von ihnen, stellt andere Figuren kurz und konturlos vor, geht mal dort einer Idee nach, um gleich wieder zur nächsten umzuschwenken.

“Hard Days, Hard Nights“ ist ein nicht greifbarer, uneinheitlicher, läppischer Stoff. Will von allem ein bisschen sagen und verhaspelt sich im Gestrüpp der Scene und Figuren. Reduziert alles auf Minimalbeschreibung und bleibt im Klischee stecken. Die jungen Musikerdarsteller sind blass und uninteressant, ihre Songs grauenvoll, Prominenz wie Rita Tushingham als gealterte Nutte und Tresenfrau oder Al Corley als Manager wirken völlig deplatziert. Dazu kommt die Blödheit der Synchronisation, was die Atmosphäre völlig zerstört. Einzelne schwule Nummern, als Gag eingestreut, sind peinlich.

“Hard Days, Hard Nights“ ist ein dummer Film (= 1 PÖNI).