HAPPY FAMILY

„HAPPY FAMILY“ von Holger Tappe (D 2015/2016; B: Catharina Junk; David Safier; nach dem gleichn. Roman von David Safier/2011; M: Hendrik Schwarzer; 96 Minuten; auch in 3 D); Trick-technisch können die Macher dieser deutschen Animations-Produktion gut und gern mit den Ami-Profis mithalten, doch was den Inhalt betrifft, so trieft dieser hier nur läppisch, vorhersehbar und wenig originell und schon gar nicht lustig durch. Mit viel elender Disney-Moral-Süße: Wenn die Familie sich mag, dann ist alles toll und gut. Dann läuft alles wie von selbst. Schnief-dämlich nochmal…..

Also kabbelt sich die Familie Wünschmann zunächst erst einmal zünftig, die familiäre Stimmung ist auf dem Tiefpunkt: der Buchladen der Mutter Emma läuft nicht; Vater Frank wird von seinem Büro-Chef gegängelt und wehrt sich nicht, dieser schlappige Schwanz; Tochter Fee steckt voll in der Pubertätskrise; der oberschlaue Max-Sohn dagegen wird ob seiner vorlauten Klugheit gehänselt und gemobbt. Dann taucht eine Hexe auf, die sie alle in Monster verwandelt  (aus Tochter wird eine „Mumie“; aus Sohn ein niedlicher Werwolf), und hinter der nun vampirischen Mama ist Dracula höchstpersönlich her. Sie soll seine ständige Einsamkeit liebe-voll beenden. Was für ein  Kuddelmuddel; jeder darf schnell mal nichtssagende Abenteuer-Atmosphäre schnuppern, außerdem wird von wegen Rück-Hexerei die Selbige um die Erde verfolgt. Aha.

Komisch? Nö. Irgendwie was Besonderes?= Nein. Vielleicht wenigstens albern-nett? Gar nicht. Was dann?=: Total beknackt und völlig überflüssig. Selbst die Kleinen im Saal zeigten bei der Pressevorführung wenige Reaktionen. „Happy Family“ ist erzählerisch mäßiger deutscher Trick-Krampf  (= 2 PÖNIs allerdings; für die hübschen Trick-Motive).

P.S.: Ach so ja, die von der Werbung viel angepriesenen hiesigen Synchronsprecher Hape Kerkeling (= Dracula) und Oliver Kalkofe (als sein meist sprachloser Assistent) sind nicht herauszuhören; von deutsch-sprachlicher Gag-Laune keine Spur.