Fifty Shades of Grey – Gefährliche Liebe

FIFTY SHADES OF GREY – GEFÄHRLICHE LIEBE“ von James Foley (USA 2015/2016; B: Niall Leonard; nach dem gleichn. Roman von E. L. James; K: John Schwartzman; M: Danny Elfman; 118 Minuten; Start D: 09.02.2017); meine schlechte Güte, jetzt geht diese ganze blöde Sex-Schmonzette schon wieder los. Beziehungsweise: Weiter. Wer wissen will, um was es geht und wie alles begann, dem empfehle ich meine Kritik von „Fifty Shades Of Grey“, der am 12. Februar 2015 hiesige Uraufführung hatte (s. Kino-KRITIK).

5 „Goldenen Himbeeren“ gab es damals für diesen Leinwand-Schrott, der weltweit um die halbe Milliarde Dollar einspielte. Jetzt also die Fortführung. Mit diesen beiden sterilen Vögel-Typen:

Mit dem taffen Seattle-Milliardär Christian (JAMIE DORMAN) und der netten (jetzt) Verlagsassistentin Anastasia (DAKOTA JOHNSON). Die waren ja am Ende von Teil 1 auseinander. Weil er sie 6 x auf den Popo geschlagen hat und sie sauer über die Schmerzen war. Nun entdeckt man sich wieder und will es noch einmal miteinander „probieren“. Weil er verspricht, sich zu ändern. Künftig nicht mehr so „grob“ zu sein, die harte Sex-Tour zu verschmähen, wenn sie DAS nicht mag. Im Gegenteil: SIE darf ab sofort festlegen, wie was gemacht wird. Körperlich und überhaupt. Beziehungs-technisch. Kurzum: Sie stimmt zu, weil sie ihm ja nun keine Sklavin mehr zu sein braucht. Nun gleichberechtigt „mit-wirken“ darf. Und soll. Bei diesem zweiten Partnerschafts-Anlauf.

In der 40. Filmminute nennt sie folglich IHREN Wunsch: „Ich will, dass du mich schlägst“. Während die Song-Musik ununterbrochen plärrt, wird fortan viel palavert, gekabbelt und gestritten. 120 Filmminuten müssen schließlich bei dieser Gedanken- und Sinn-Leere gefüllt werden. Dann zieht sie schon mal die Schnute und von dannen, und er muss sie und sich wieder einkriegen. So schleppt sich das hin, mit ab und zu „provokantem“ Sex im Restaurant und im Fahrstuhl. Und auch schon mal im Bett. Dann tauchen zwei seiner eifersüchtigen, von ihm immer noch „abhängigen“ EX auf und sollen die dünne dümmliche fade Show ein bisschen „kriminalistisch“ gestalten. Mit dabei: Die 62jährige KIM BASINGER, die sich mal wieder in einem schlechten Film blicken lässt.

Dann stürzt er mit dem privaten Kleinflugzeug ab, überlebt unverletzt und gibt umgehend kund: „Ich will dich heiraten“. Sie stimmt freudig zu. Inzwischen aber haben sich zwei „Böse“ schon mal in Stellung gebracht. Für den Heirats-Teil 3. In einem Kino-Jahr dann. Jetzt aber bestätigt Christian seiner Anastasia erst einmal: „Ich bin nicht dominant. Ich bin ein Sadist“. Doch „davon“ habe sie ihn „geheilt“. Die Film-Folge: Viel weiterer Plemm-Plemm-Schmalz, von noch mehr lauten Songs begleitet.

Die FSK hat den Film „ab 16 Jahren“ freigegeben. Voyeure kommen also wieder nicht auf ihre Lust-Kosten. Sie tritt öfters nackiger auf als er, aber alles bleibt „sauber“. Und von wegen Sado-Maso-Touch?: Lächerlich. Ein paar glänzende „Eisen-Utensilien“, schon mal zwei Liebeskugeln in ihrem Schritt und Massageöl, damit hat es sich ausge-erotikt. „Fifty Shades Of Grey 2“ ist ein fein aufgepeppter langweiliger Bums-Beziehungskram. Dargeboten von zwei ausgesprochen schlichten Schauspielern: DAKOTA JOHNSON, die Tochter von Don Johnson und Melanie Griffith mit entsetzlichem Lippenstift, und Drei-Tage-Bart-Doofling JAMIE DORNAN. Deren Präsenz und Charisma tendiert so gegen minus null.

„Fifty two“ ist stupide Fick-Akrobatik, und auch mit ständiger wie lauter musikalischer Dauerbeschallung arg belästigend (= ½ PÖNI; für die beiden Liebes-Kugeln…).