Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht: Teil 2

BREAKING DAWN – BIS(S) ZUM ENDE DER NACHT (Teil 2)“ von Bill Condon (USA 2010/2011; 116 Minuten; Start D: 22.11.2012); also „O´zapft is“ Teil zwei. Nach einem Jahr. Ein definitiver Streck-Film. Man hätte diese ganze vampirische Marionetten-Chose gut und gerne auch in 1 x 90 Minuten abfließen lassen können, aber nein, wenn gute Geschäfte winken, wird halt in die Dollar-Länge gezogen wie nur geht (= bewusst falscher Deutsch). Bella-Girl (KRISTIN STEWART mit dem erotischen Flair eines Fahrradschlauchs) hat nun ihren vampirischen Nachwuchs Renesmée (mit hübschem computerfreundlichem Schmunzeln) bekommen. Papa Edward (ROBERT PATTINSON, der mit dem lächelnden Ein-Ausdruck) ist zufrieden. Bella darf am Verehrer Jacob (weiterhin talentfrei mit wölfischem Körperbau: TAYLOR LAUTNER) schnuppern, um die Bestätigung zu liefern, nun wirklich eine Frau Vampir zu sein. Als endgültiger Sippennachweis. Dann wird gebabbelt.

Viel gequatscht. Ausdauernd geklönt. Zeit muss geschunden werden. Der Dad von Bella sieht seine Tochter wieder. Mit Enkelin. Noch ahnt er nix von Bellas neuem „Status“. Dann geht es an die Kriegsvorbereitung(en). Die Volturi-Exekutive um den schmucken dunklen Langhaar-Anführer Aro (MICHAEL SHEEN als komisch-dämonische darstellerische Honorarkraft) wollen die „gute“ Vampir-Family vernichten. Von wegen Bellas Unkind. Oder so. Visionen kommen und gehen. Nach 90 Minuten Gerede, unterlegt mit plärrenden Pop-Songs und einer STÄNDIGEN nervenden Fahrstuhlmusik, ist es soweit. Köpfe rollen blutig im Schnee. Etwa 12 Minuten lang. Oder 13. Danach stellt sich alles als April-April-Fake heraus. Eben von wg. Visionen. Aro will doch nicht. (Jetzt verlieren). Halbvampire tauchen auch noch auf, dann liegen Bella und Edward endlich auf einer bunten großen Blumenwiese und schmachten. Ende. Nach entsetzlich langweiligen 233 Insgesamt-Minuten. Wirklich? Hoffentlich.

Denn: Bis(s) Two beißt nicht nur nicht, sondern ist bloß ziemlich dämliches Quatsch-Kino. Dünn an Gedanken, hölzern in der „Kommunikation“, fratzenhaft in den (meisten) Gesichtern. Armselig in den – jugendfreien – Emotionen. Also: STINKLANGWEILIG. Viel ERMÜDEND. Früher wenigstens bisweilen ordentlich getrickst, jetzt nur noch ein 08/15-Verwandlungsschrammeln. Ein Schmachtfetzenszenario auf letztem Erfolgskurs: In den USA haben sie sofort weit über 100 Millionen Kinokassen-Dollar „dafür“ eingenommen. Erbärmlich bzw. typisch für dieses blasse linkische Dauergetue (= 1 PÖNI; fürs grinsende Baby).