Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht: Teil 1

BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT / Teil 1“ von Bill Condon (USA 2010; 117 Minuten; Start D: 24.11.2011); stimmt zunächst fröhlich, wenn angekündigt wird – „Das letzte Kapitel beginnt“. Wie schon bei „Harry Potter 7“ kommt der Schlussfilm der „TWILIGHT“-Saga aber geteilt ins Kino. Damit der Rubel doppelt rollt. Dabei möchte ich angesichts dieses dürftigen ersten Finales hinterher nur noch BRÜLLEN: AUFHÖREN. SOFORT AUFHÖREN. Schluss. Aus. Basta. Packt diesen Zelluloid-Müll in die Tonne.
Dabei waren die ersten drei Streifen, „TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN“, „NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE“ sowie „“ECLIPSE – BISS ZUM ABENDBROT“ vergleichsweise nette MMs. Mädels-Movies. Also Kleinmädels-Movies.

Thema: Der schöne Untote Edward und die schöne Bella. Der Vampir und das Girl. Man mag sich, liebt sich, darf sich aber nicht intim nähern. Von wegen – dann würde SIE sogleich auch zu einer untoten Bleicherscheinung mutieren. Also lief man viel hin und her, kämpfte sich an der wölfischen Nachbarschaft ab, kabbelte sich neckisch, näherte sich, ohne sich „richtig“ anzufassen. Kein SEX, lautete die Devise. Die Puristen schmachteten. Werden sie doch… oder… halten sie durch. Zumal ja auch noch ein attraktiver „Wolf“ mitmischt: Jacob Black. Der rennt gerne oben ohne – als Mensch natürlich – durch die Gegend. Zeigt gute Muckis. Doch er hat keine Chance. Edward „gewinnt“. Kriegt seine Bella. Beziehungsweise umgedreht. Also fängt der Film mit einem fast einstündigen Vorspiel an. Bestehend aus Dauerküsserei, Herumgesülze samt Folge-Hochzeit an. Mit allem luxuriösem Gähn-Drum und -Dran. Einschließlich einer dauersäuselnden Musiksuppe. Die zum kinowarmwohligen Sessel-Einschlafen reizt.

Danach, wir befinden uns bereits in der zweiten Filmstunde, landen die Beiden in einer feudalen Behausung auf einer einsamen Insel nahe Rio de Janeiro. Wieder das Herumschmatzen, dann – endlich – die Hochzeitsnacht. Endlich. Ganz prüde vorgeführt. Für die Kinderfreigabe. Währenddessen denke ich an den „bedrohlichen“ Hinweis des Mit-Produzenten Wyck Goodfrey aus dem Presseheft: „Am Ende des Films ist Bella nicht mehr ledig, nicht mehr Jungfrau – und sie ist auch kein Mensch mehr!“ Ach herjeh. Bzw.: Au weiha! Und in der Tat: Das Mädel wird sogleich schwanger. Und ganz krank. Die Wolfsmeute will „ES“ töten. Diesen Nachwuchs. Doch nun schlägt sich auch der ausgebootete Wolfs-Lover Jacob auf die vampirische Seite. Das Baby kommt. Mehr niedlich denn Dämon. Und Bella stirbt bei dessen Geburt. Als Mensch. Und wacht als reanimierter Vampir wieder auf. Mit roten Augen.
Vorhang. Fortsetzung folgt. Am 22. November 2012. Natürlich wieder jugendfrei.

Viel Gesülze. Mit rabiaten Blut-Orgien. Und einem unerträglich dussligen Getue. Marke: Die Strafe für Sex „mit dem Falschen“ folgt auf dem gerechten Fuß. Auch wenn es „der Richtige“ ist. Oder so. Was soll dieser unsägliche Moral-Scheiß? Was soll überhaupt dieses lustlose, Zeit-schindende Geplärre von einem Unterhaltungsnichts von Dünnpfiff-Movie? KRISTIN STEWART als Bella streift ständig staunend wie permanent besorgt und dabei mit ununterbrochenem Aha-Ausdruck durchs unruhige Ländle. Mackig. Weiß nich, na ja doch, vielleicht, okay. Grottig langweilig. Schönling ROBERT PATTINSON sorgt als bleichgesichtiger Grinsevampir Edward für wenig spannenden Biss-Atem. Und dass nun „Schnute“ TAYLOR LAUTNER als Jacob ein wenig mehr sprechen muss als bislang, bekommt ihm überhaupt nicht. Diesem Dumm-Bazi.
Teil 1 vom „Twilight“-Show-Finale jedenfalls ist ein nur lahm und luschig gestreckter totaler Langeweile-Blödsinn. Mit viel No-No-No-No-No-Unterhaltung (= 1 PÖNI).