BORG McENROE

„BORG McENROE“ von Janus Metz (Dänemark/Finnland/Schweden 2016; B: Ronnie Sandahl; K: Niels Thastum; M: Vladislav Delay; Jon Ekstrand; Carl-Johan Sevedag; Jonas Strick; 108 Minuten); zwei Exzentriker. Der Eine schweigend, der Andere stets aufbrausend. Während der 24jährige Schwede Bjorn Borg (SVERRIR GUDNASON) 1980 die Nr.1 der Tennis-Weltrangliste ist und bisher viermal das renommierte Turnier von Wimbledon gewann, will das 20jährige New Yorker-Talent John McEnroe (SHIA LaBEOUF) verhindern, dass Borg dies ein fünftes (Rekord-)Male gelingt. Während Borg ziemlich ausgebrannt und müde wirkt, sprüht sein Herausforderer geradezu vor Ehrgeiz und Konkurrenten-Wut.

Bis es schließlich zum Finalen Match auf dem Platz kommt, erfahren wir über viele Rückblenden, wie beide bereits in jungen Jahren „getrimmt“ und „auf Ehrgeiz“ gebracht wurden. Diese vielen Damals-Motive ermüden schnell. Auch das kreischende Fan-Gebahren nervt. Ebenso wie der Part des Borg-Managers Lennart Bergelin, den der schwedische Star STELLAN SKARSGARD („Illuminati“; „Mamma Mia!“) mit läppischen Dauer-Sätzen wie „Du schaffst das schon“ oder „Nimm‘ dich gefälligst zusammen“ absolut nichtssagend füllt.

Und die beiden Kontrahenten? Lahme Gestalten. Charisma: Wenig. Schinden halt viel Film-Zeit durch Traurig-Kucken oder Laut-Schreien oder beides und spielen ab und zu erfolgreich Tennis. Beim Schluss-Fight bemüht sich Regisseur Janus Metz um eine schwitzende Atmosphäre, aber viel Spannungsunterhaltung erreicht er damit auch nicht. Der uninteressante Film „Borg/McEnroe“ oder: 0:40 und aus (= 1  1/2 PÖNIs).