BIGFOOT JUNIOR

„BIGFOOT JUNIOR“ von Ben Stassen und Jérémie Degruson (Belgien/Fr 2015/2016; B + Co-Produzenten: Bob Barlen; Carl Brunker; M: Puggy; 91 Minuten; auch in 3 D); aus dem belgisch-französischen Animationszentrum „nWave Pictures“, mit den Spielleitern BEN STASSEN und JÉRÉMIE DEGRUSON, kam vor drei Jahren schon der köstlich-tierische Trick-Spaß „Das magische Haus“ (s. Kino-KRITIK) in die Lichtspielhäuser, und davor hatte Ben Stassen und sein Team mit den Kinofilmen „Sammys Abenteuer – Die Suche nach der geheimen Passage“ (2010/s. Kino-KRITIK) und der Fortführung „Sammy 2“ (2011) ebenfalls zwei hübsche Familienfilm-Späße animiert. Für „BIGFOOT JUNIOR“ reizen sie erneut ihr handwerkliches Unterhaltungs-Geschick voll aus.

Mit dem legendären Fabelwesen BIGFOOT kamen wir erstmals 1987 in Kino-Kontakt anlässlich des BRD-Kinostarts von „Bigfoot und die Hendersons“ von William Dear. Und lernten, Bigfoot ist kein böses Monster, sondern ein sehr großes vielhaariges Zottel- und Mythos-Wesen. Er ist ein bisschen wild und vor allem menschenscheu. Unsere Ureinwohner schätzten Bigfoot als „Wächter des Waldes“. Der junge Adam (deutsche Stimme: LUKAS RIEGER) hat in der Schule keinen leichten Stand. Wird wegen seines etwas tollpatschigen Wesens oft gehänselt und gerne gemobbt. Adam weiß nicht, wer sein Vater ist und bricht eines Tages auf, um ihn zu suchen. Seine Überraschung ist um so größer, als er entdeckt, dass sein Erzeuger kein Geringerer als der im Wald lebende coole Bigfoot (TOM BECK) ist. Der für seinen Sohn allerlei Überraschungen parat hat. Denn als Sohn dieses kernigen Yedi-Typen vermag er Superkräfte zu entwickeln und mit Tieren zu sprechen. Bald fühlt sich Adam im Wald wohler als Zuhause, in der Stadt. Und sein Haarwuchs „entwickelt“ sich geradezu phänomenal. Was das ebenso gierige wie fiese Unternehmen „HairCo.“ auf den üblen Plan ruft, denn zwielichtige Wissenschaftler von dort wollen unbedingt Senior Bigfoot fangen, um über dessen DNA eklige Experimente von wegen „Haarwuchs“ durchzuführen. Vater & Sohn müssen dagegen-halten, wobei ihnen niedliche Wald-Kumpane  wie Specht, Eichhörnchen, ein Waschbär-Pärchen sowie ein Bär tapfer-komisch zur Seite stehen.

Dabei allerdings übertreiben es die Macher etwas mit zu vielen Laber-Details aus Biologie und Technik, zudem darf man über manche übertriebene Gewalt-Details (der Film ist ab 0 Jahren freigegeben) durchaus streiten.

Nichtsdestotrotz: „Bigfoot Junior“ kann mit einer tollen Animations-Wald-Optik herrlich punkten, während die Geschichte familien-vergnügliche Spaß-Kessheit besitzt und mit drolligen Typen locker besetzt ist. Europa macht einmal mehr den Ami-Animations-Profis hübsche, taffe, knuffige Unterhaltungskonkurrenz (= 3 1/2 PÖNIs).